HP: PC-Ikone setzt mit neuen Produkten auf den nächsten Wachstumsmarkt

HP: PC-Ikone drängt auf neuen Wachstumsmarkt. Wie 3D-Drucker den US-Konzern auf den Wachstumspfad bringen sollen (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Gut zwei Jahre ist es jetzt her, als sich der Technologiekonzern mit seiner Aufspaltung an den radikalen Wandel der Branche anpassen wollte. Der kalifornische Konzern, der einst das Silicon Valley südlich von San Francisco mitbegründete, wurde in zwei getrennte Unternehmen aufgeteilt. Zum einen in das klassische Geschäft mit PC’s und Druckern (HP), zum anderen in wachstumsstarke Dienstleistungen für Unternehmen (Hewlett Packard Enterprise). Das Management erhoffte sich, dass die Sparten einzeln zu stärkerem Wachstum geführt werden können.

Der Plan scheint vorerst aufzugehen. Marktanteilsgewinne, Kostendisziplin und der Fokus auf neue Wachstumsmärkte haben der HP-Aktie zuletzt deutlichen Rückenwind verliehen. Alleine in den vergangenen zwei Jahren kletterten die Papiere um über 80% in die Höhe.

HP schafft die Trendwende

Dabei war der Kursanstieg durch die operative Trendwende untermauert. Immerhin verzeichnete der US-Konzern im zurückliegenden Geschäftsjahr die erste Umsatzsteigerung seit 2011. HP’s Umsätze kletterten um 7,9% auf 52 Milliarden Dollar nach oben. Zugleich verbesserte sich der Gewinn um 1,2% auf 2,5 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Gewinnmarge von 4,8%. Das Segment Personal Systems, also PCs und Laptops für den Hausgebrauch, wuchs um 11,3%. Bei dem Geschäft mit Druckern lag das Wachstum bei 3%.

Marktanteil wieder ausgebaut

Nach einer jahrelangen Durststrecke sieht HP nun im PC-Bereich wieder Licht am Ende des Tunnels. Nach vier Jahren konnte HP die weltweite Marktführerschaft wiedererlangen. Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner steht HP mit einem Weltmarktanteil bei PC-Verkäufen von 22,5% auf dem Treppchen, dicht gefolgt von Lenovo (22%) und Dell (15,2%).

Wachstum im 3D-Druck

Unterdessen drückt der Technologieriese im zukunftsträchtigen 3D-Druck mächtig auf die Tube. Kein Wunder, gilt das Geschäftsfeld doch auf Grund der enormen Wachstumschancen als hochattraktiv. Konzernchef Dion Weisler zeigt sich ausgesprochen positiv und erwartet, dass HP in fünf Jahren mit dem 3D-Druck mehr Umsatz als mit PCs und normalen Druckern erwirtschaften könnte.

Sie müssen wissen: Dieses Geschäftsfeld wird nicht nur für HP immer bedeutender. Mit General Electric, Stratasys und 3D Systems kämpfen gleich mehrere um die Marktführerschaft in diesem Segment.

Schon lange erwarten Brancheninsider den Durchbruch der neuen Drucktechnik. In der Medizintechnik, der digitalen Fertigung in Unternehmen aber auch für den Privatbereich werden 3D-Drucker nämlich immer interessanter.

Jetzt versucht HP die Kosten der Drucker deutlich zu reduzieren und die Anwendungsmöglichkeiten zu verbreitern. Zukünftig soll die Fertigung von Teilen sowohl mit Kunststoff als auch mit Metall im industriellen Maßstab möglich sein.

Ob die Aufwärtsrally weiter anhält, dürfte vor allem mit der Entwicklung des 3D-Druckbereichs zusammenhängen.

Analysten in Summe zuversichtlich

Unterdessen sehen die Analysten im Vorfeld der Quartalszahlen weiteres Aufwärtspotenzial. Für das aktuelle laufende Geschäftsjahr erwarten die Experten einen Gewinn je Aktie von 1,81. Damit ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 24,22 Dollar gut 12,5% über dem aktuellen Kursniveau.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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