Hugo Boss und Salzgitter im Chartcheck

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Hugo Boss uns Salzgitter werden heute unter die Lupe genommen. Der eine Wert explodiert gerade nach oben, während der andere weiter schrumpft. (Foto: Arcansel / shutterstock.com)

Nachdem Sie gestern hier erfahren haben, wie lukrativ der MDAX im Vergleich zum DAX ist, schauen wir uns heute gleich zwei Werte aus dem Index an.

Chartanalyse Hugo Boss

Wir starten mit Hugo Boss. Das Allzeithoch liegt hier bei rund 120 Euro pro Aktie und stammt von April 2015. Seitdem fiel der Kurs in der Zwischenzeit bis unter 50 Euro! Im Jahr 2017 startete dann eine Rallye, die 2018 bei Kursen von etwa 80 Euro endete. Das zeigt uns auch der Monatschart.

Die 50-Monatslinie war 2018 ein deutlicher Widerstand. Mit dem weltweiten Abverkauf im Herbst 2018 fiel auch die Aktie von Hugo Boss wieder. Bei 52,60 Euro wurde jetzt offenbar ein Tief gebildet.

Heute brach die Aktie mit einem Aufwärtsgap wichtige Widerstände nach oben. Das zeigt uns der Tageschart. Denn hier wurde die 50-Tagelinie nach oben deutlich durchbrochen.

Im Chart sehen Sie hier auch die möglichen Fibonacci-Ziele. Somit wäre ein erster Widerstand bei 62,25 Euro, gefolgt von 66,55 Euro. Sollte die Rallye noch weiter gehen, sehen wir das nächste Retracement bei 69,85 Euro. Dort war auch bereits während der Abwärtsbewegung eine lange Seitwärtsphase, in der sich die Bullen und Bären bekämpft haben.

Wenn die Aktie jetzt noch einmal etwas zurückkommt und vielleicht sogar den Bereich um die blaue 50-Tagelinie testet, wäre das ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg.

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Salzgitter Chartanalyse

Während Hugo Boss heute zu den Gewinnern des MDAX zählt, musste Salzgitter über 4 Prozent einbüßen. Schauen wir uns zuerst das langfristige Zeitfenster an. Hier habe ich den Wochenchart gewählt, weil die EMA-200, also die gewichtete 200-Wochenlinie einen wichtigen Faktor darstellt. Sehen Sie selbst:

Sobald die Kurse die EMA-200 auf Wochensicht durchbrechen, gibt es einen Trendwechsel. So auch im Herbst 2018. Die Kurse schlossen unter die Durchschnittslinie, liefen in der nächsten Woche noch einmal die Linie von unten an und drehten in der Folgewoche wiederum nach unten. Seitdem verlor die Aktie gut 10 Euro.

Wie sieht der Tageschart aus? Ähnlich negativ, so viel sei schon mal verraten. Wir sind die 200-Tagelinie – diesmal wieder die SMA – im Oktober von unten angelaufen und das war es dann schon wieder. Danach kannten die Kurse nur noch die Richtung Süden.

Hier habe ich Ihnen zum Vergleich die EMA-200 auch eingezeichnet. Sie müssen selbst entscheiden, welche Linie bei welcher Aktien sinnvoller ist. Hier ist die EMA-200 in Orange einfach keine große Hilfe. Die Kurse sind zwar Ende Juli 2018 an ihr nach unten abgedreht, aber ansonsten zeigt die gewichtete Durchschnittslinie wenig Widerstände oder Unterstützungen an. Die SMA-200 war hier wesentlich hilfreicher. Sie markierte genau das Herbsthoch.

Aktuell sind die Kurse bei 27,84 Euro gedeckelt und die Tendenz ist schon wieder südlich. Gibt es neue Tiefs oder brechen die Kurse auf über 28 Euro aus? Das wird die Zeit zeigen. Beide Marken bieten sich auf jeden Fall für einen Short- bzw. Long-Einstieg an.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.