Hurrikan Irma und die Folgen für die Rohstoff-Märkte

An den Rohstoff-Märkten erfolgt der Start in die neue Woche in ruhigen Bahnen. Das ist auf jeden Fall eine positive Meldung – bei der Menge an Krisen-Meldungen.

So hat Hurrikan Irma für massive Schäden nun auch in Florida gesorgt. Betroffen ist hier insbesondere die Westküste des Sunshine States.

Diese steht nicht so im Fokus, doch in Städten wie Naples, Fort Myers oder auch in Cape Coral hat Irma massive Schäden angerichtet.

Das wahre Ausmaß wird sich auch für viele Bewohner erst in den kommenden Tagen zeigen.

Wie schlimm es wirklich ist, werden sie sehen, wenn sie dann in ihre Region zurückkehren werden – nach der massiven Evakuierung vor einigen Tagen.

Ölpreis am stärksten von Hurrikan Irma betroffen

Die größten Auswirkungen am Rohstoffmarkt sind aktuell beim Ölpreis feststellbar:

Preis-Aufschläge gibt es auch weiterhin beim Benzinpreis, und das könnte sich auch noch weiter fortsetzen – das erwarten zumindest die Experten von Capital Economics.

Der Grund sind die immer noch stillstehenden Raffinerien im Bereich des Golfs von Mexiko. Das wird das Benzin-Angebot in den USA ohne Frage negativ beeinflussen.

Direkt nach dem Hurrikan ist aber schon mit massiven Einschränkungen in Florida zu rechnen:

Baumärkte werden extrem viel zu tun haben – in vielen anderen Konsum-Bereichen müssen die Bewohner aber erst einmal den Gürtel enger schnallen.

Solche Entwicklungen hat es in der Vergangenheit bei ähnlichen Naturkatastrophen immer wieder gegeben.

Naturkatastrophen haben nur sehr kurzfristige Auswirkungen auf die Finanzmärkte

Grundsätzlich haben solche Naturkatastrophen aber nur einen geringen Einfluss auf die Preis-Entwicklung – selbst bei Rohstoffen.

Hier spielen eben oft klassische Muster von Angebot und Nachfrage eine wichtige Rolle.

Aber selbst bei den starken Einschränkungen auf dem US-Ölmarkt hat das nur zu geringen Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt geführt.

Genau dieses Phänomen ist regelmäßig festzustellen.

Wir haben eben bei den Rohstoffen globalisierte Märkte – und da sorgen selbst größere Verwerfungen auf einzelnen Märkten nur für geringe Preis-Aufschläge.

Extreme Wetter-Phänomene nehmen zu – und damit auch die wirtschaftlichen Folgen

Dennoch zeigt uns die aktuelle Phase mit etlichen schweren Stürmen, die gerade im Abstand von wenigen Tagen durch die Karibik ziehen, was es eben heißt, wenn Wetter-Extreme zunehmen.

Ich bin mir auch sicher, dass sich dies weiter fortsetzen wird…

11. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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