Hypoport im Aufwind

Taschenrechner Stift Kurse – shutterstock_84247642 Zadorozhnyi Viktor

Die Hypoport-Aktie hat sich vom Coronacrash prächtig erholt. Allerdings ist die Bewertung sehr hoch. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Auch wenn sich die internationalen Wertpapiermärkte derzeit recht positiv entwickeln, dauern die Unsicherheiten weiterhin an. Längst haben wir uns an die Hiobsbotschaften der Finanzwerte gewöhnt – die Nullzinspolitik, hausgemachte eigene Probleme und dann auch noch Corona – die dafür sorgen, dass viele Anleger derzeit einen großen Bogen um diese Branche machen.

Doch man sollte nicht alle Branchenwerte unter einen Kamm scheren, wie ich Ihnen heute am Beispiel von Hypoport belegen möchte.

Unternehmensportrait

Die Hypoport AG ist ein in Lübeck und Berlin ansässiges Unternehmen, das technologiebasierte Finanzdienstleistungen anbietet. Der Konzern, der im SDAX gelistet ist, ist über Tochtergesellschaften tätig, die seinen vier Geschäftsbereichen zuzuordnen sind.

Hierzu gehört ein Online-Finanzmarktplatz für Business-to-Business (B2B), der Hypotheken und Privatkredite anbietet. Ferner auch die Teilmarktplätze FINMAS und GENOPACE, B2B-Hypothekenvertriebsunternehmen und Anbieter von Dienstleistungen zur Immobilienbewertung. Privatkunden zielen auf die direkte Beratung von Verbrauchern bei Hypotheken, Versicherungen oder Vorsorgeprodukten ab. Die Versicherungsplattform betreibt Smart InsurTech, eine Plattform für Beratung, Tarifvergleiche und die Verwaltung von Versicherungen und entwickelt zudem noch weitere Versicherungssoftware.

Herausragende Zahlen

Wie erfolgreich das FinTech-Unternehmen ist, belegt ein Blick auf die Ergebnisse: Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 27% auf 337 Mio. Euro, der Überschuss kletterte um 9% auf mehr als 24 Mio. Euro. Und auch das erste Quartal kann sich sehen lassen: Der Umsatz stieg um 30% auf mehr als 100 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreichte mehr als 10 Mio. Euro bei einem Zuwachs in ähnlicher Größenordnung.

Optimismus für 2020

Zudem stimmt auch noch der Ausblick: Nach Unternehmensangaben gibt es weiterhin keinen Grund, an den gesteckten Finanzzielen zu zweifeln. So soll in diesem Jahr der Umsatz auf 400 Mio. bis 440 Mio. Euro zulegen – dies wäre ein Plus von bis zu 31%. Und auch der Blick auf den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) klingt zuversichtlich. Es wird mit einem Anstieg von 33 Mio. Euro auf 35 bis 40 Mio. Euro gerechnet.

Aktie ist ein Highflyer

Das schlägt sich auch im Aktienkurs nieder: Seit Beginn des Jahres kletterte der Aktienkurs der Hypoport-Aktie um rund ein Viertel. Und in vergangenen 5 Jahren gab es bei der Aktie eine 15-Verfachung der Kursnotierung. Damit zählt der Wert zu den absoluten Highflyern am deutschen Aktienmarkt.

Hohe Bewertung

Wie heißt es so schön: Qualität hat ihren Preis – auch an der Börse. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 80 ist die Aktie von Hypoport alles andere als ein Schnäppchen. Konservative Anleger machen daher einen großen Bogen um den Wert. Für spekulativ orientierte Anleger ist die Aktie durchaus einen näheren Blick wert. Allerdings bietet es sich an, den Kursen nicht hinterher zu laufen, sondern auf eine kleine Korrektur zu warten.

hochtief

Hypoport: Anhaltender Immobilienboom treibt Aktie auf neues RekordhochDer anhaltende Bauboom und die dynamische Kreditnachfrage beflügeln die Geschäfte bei Hypoport - und die Aktie klettert. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Sascha Mohaupt. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz