Hyundai: Apple und Brennstoffzellenbau in China

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Der südkoreanische Autobauer Hyundai könnte das Apple-Auto bauen und vergrößert das Wasserstoff-Geschäft in China. (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Der koreanische Autobauer Hyundai, über den ich Ihnen im vergangenen Jahr schon mehrfach hier im Schlussgong berichtet habe, hatte zuletzt wieder spannende Neuigkeiten im Gepäck. Zunächst aber eine kurze Rückblende.

In den vergangenen Jahren war es nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig, ein Fahrzeugbauer zu sein. Die Branche steckt mitten im Technologiewandel. Und dann kam 2020 auch noch die Corona-Krise hinzu. Die Fabriken standen still.

Die Aktienkurse der PKW- und LKW-Bauer implodierten. Der Kurs der Hyundai-Aktie sackte zum Beispiel von 30 auf unter 14 Euro ab, notiert derzeit aber schon wieder bei rund 43 Euro und damit deutlich über den Notierungen von vor der Corona-Krise.

Strategie 2025 treibt den Aktienkurs

Was waren die Gründe für die positive Kursentwicklung? Zu allererst ist hier die Strategie 2025 des Unternehmens zu nennen. Geht die Planung auch nur ansatzweise auf, können die Südkoreaner, zusammen mit der Tochtergesellschaft KIA Motors schon jetzt der fünftgrößte Autobauer der Welt, der Überraschungssieger in der Branche werden.

Die Strategie 2025 sieht unter anderem die folgenden Produktionsziele vor: Ab 2025 ein Jahresabsatz von 670.000 Elektrofahrzeugen. Davon 560.000 mit Batterie-Antrieb und 110.000 mit Brennstoffzellen-Technologie. Darüber hinaus will das Unternehmen sich zu einem Rundum-Anbieter für Mobilitätslösungen wandeln.

Weiterer Kurstreiber: Mögliche Kooperation mit Apple

Der Aktienkurs des südkoreanischen Autobauers Hyundai ist vor rund eineinhalb Wochen kurzzeitig regelrecht explodiert. Grund dafür war die Meldung, dass der iPhone-Konzern Apple mit Hyundai über die Produktion eines Apple-Autos verhandelt.

Konkret: Der US-amerikanische Technologiekonzern Apple könnte den Autobauer Hyundai als Partner bei der Entwicklung eines selbstfahrenden Elektroautos auswählen. Die Gespräche zur möglichen Kooperation befänden sich aber noch in einem frühen Stadium, heißt es. Die Hyundai-Aktie zog daraufhin rasant an, musste einen Teil der Gewinne aber wieder abgeben, da die Verhandlungen noch laufen.

Hyundai setzt auch auf Wasserstoff

Zusätzlich punktet Hyundai an der Börse mit einer Wasserstoff-Meldung: Das Unternehmen meldete kürzlich, dass man in der chinesischen Stadt Guangzhou eine erste Produktionsstätte für Brennstoffzellen-Systeme außerhalb Südkoreas errichte.

Im neuen Werk will Hyundai die Brennstoffzellen-Systeme herstellen, die auch im Modell Nexo verwendet werden. Die Investition stärke die weltweite Wasserstoffmarktführerschaft der Gruppe innerhalb der Automobilbranche und verbessere die Position in der stark wachsenden chinesischen Wasserstoff-Industrie, teilte das Unternehmen mit.

Nach dem jüngsten Kursrücksetzer – die Hyundai-Aktie hatte zuletzt rund die Hälfte des Kursanstiegs nach der Apple-Meldung wieder eingebüßt – ist die Aktie aus meiner Sicht wieder einen Blick wert. Unter dem Strich sollte es hier mittel- bis langfristig unter Schwankungen weiter nach oben gehen.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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