Hyundai: Dieser Fahrzeugbauer ist einen Blick wert

Hyundai Logo RED_shutterstock_1037767486_Jonathan Weiss

Der koreanische Fahrzeugbauer Hyundai wird stark von der Mobilitätswende profitieren. (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Gestern habe ich Ihnen hier im Schlussgong den koreanischen Fahrzeugbauer Hyundai und seine spannende Strategy 2025 vorgestellt. Die Kurzfassung: Hyundai setzt auf eine 2-Säulen-Strategie (bestehend aus Fahrzeugbau und Service) und auf E-Mobilität und Wasserstoff bzw. Brennstoffzellen-Antriebe.

Zu klären ist nun noch die Frage, wie Hyundai das alles finanziert. Die Antwort: Das Unternehmen setzt auf 3 Finanzierungsquellen.

1) Hyundai verdient gutes Geld mit den alten Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (speziell SUVs).

2) Südkorea verteilt für die Auto-Wende sehr viel Geld und wird den heimischen Marktführer stützen.

3) Um im Bereich Wasserstoff-Antrieb auf große Stückzahlen zu kommen, will Hyundai den Brennstoffzellen-Antrieb auch an Konkurrenten verkaufen, um durch Massenherstellung die Kosten radikal zu senken.

10.000 Brennstoffzellen-Fahrzeuge vom Typ Nexo verkauft

Blicken wir nun noch auf einige aktuelle Nachrichten und Projekte von Hyundai: Ganz neu ist die Meldung, dass Hyundai 10.000 Fahrzeuge des Modells Nexo verkauft hat. Dabei handelt es sich um ein Brennstoffzellen-Fahrzeug, das im März 2018 auf den Markt kam.

Allein im Juli dieses Jahres konnte Hyundai 700 Nexo auf dem südkoreanischen Heimatmarkt absetzen. Wie Sie bereits wissen, setzt Hyundai aber nicht nur auf Wasserstoff, sondern auch auf E-Autos.

E-Auto-Produktion in Singapur

Nach einem aktuellen lokalen Medienbericht will Hyundai ab dem Jahr 2022 in Singapur E-Autos produzieren. Das erste Fahrzeug aus dem Werk werde voraussichtlich ein kompaktes Crossover-Modell namens Ioniq 3 sein, heißt es in dem Bericht.

Insgesamt sollen ab dem kommenden Jahr 30.000 E-Autos pro Jahr produziert werden. Jedes 5. Fahrzeug soll in dem Stadtstaat selbst verkauft werden. Baubeginn des neuen Elektroauto-Werks von Hyundai in Singapur sollte ursprünglich bereits im Mai dieses Jahres sein.

Die Regierung in Singapur fördert E-Mobilität

Da die Regierung in Singapur die öffentliche Ladeinfrastruktur bis zum Jahr 2030 von derzeit 1.600 auf dann 28.000 Ladepunkte erweitern will, halte ich es für eine sehr gute Idee des Hyundai-Managements vor Ort in größerem Stil E-Autos zu bauen und einen erheblichen Teil der Produktion auch in dem Stadtstaat absetzen zu wollen.

Neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur plant die Regierung in Singapur noch eine Reihe monetärer Anreize, um die Einführung von Elektrofahrzeugen zu unterstützen. Das Ziel der Regierung ist, dass in 20 Jahren keine Fahrzeuge mehr mit Verbrennungsmotor in Singapur unterwegs sind.

Der koreanische Autobauer Hyundai wird einen größeren Beitrag dazu leisten und daran auch gut verdienen. Wie gestern schon geschrieben: Der Kurs der Hyundai-Aktie hat sich nach einer Corona-bedingten Halbierung inzwischen schon wieder beinahe verdoppelt.

Ich sehe zukünftig weiteres Potenzial nach oben. Mehr zu Hyundai und zur Hyundai-Aktie lesen Sie in meinem Börsendienst Der Depot-Optimierer.

Hyundai Logo RED_shutterstock_1037767486_Jonathan Weiss

Die 5 größten Unternehmen in SüdkoreaSamsung ist das Vorbild für die größten Unternehmen in Südkorea, doch auch die Automobilindustrie spielt eine große Rolle. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Rolf Morrien. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz