IBM leidet unter Corona, aber…

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Die Zahlen von IBM fielen gar nicht so schlecht aus wie im Vorfeld erwartet wurde. Kann die Aktie endlich überzeugen? (Foto: Laborant / shutterstock.com)

Nun startet die Quartalberichtssaison langsam durch und die ersten großen Unternehmen gewähren einen Einblick in die Bücher. Größtenteils wird mit erheblichen Verlusten für das 2. Quartal gerechnet. Die Fragen sind jedoch, wie hoch diese ausfallen und wie der Ausblick auf das laufende Quartal ausfällt. Und hier schlug sich zu Wochenbeginn der IT-Spezialist IBM besser als prognostiziert.

Zahlen besser als erwartet

Schon im Vorfeld war von einer großen Belastung der Ergebnisse auf Grund der Pandemie ausgegangen worden. Allerdings konnte sich der amerikanische Konzern besser als erwartet schlagen: So gab es zwar die erwartet deutlichen Abschläge – allerdings sorgte das florierende Cloud-Geschäft für eine insgesamt eher positive Überraschung. So ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal gerade einmal um 5,4% auf 18,1 Mrd. US-Dollar zurück. Beim Nettogewinn fiel das Minus aber dann deutlich höher aus. Dieser brach um fast die Hälfte (46%) auf 18,1 Mrd. US-Dollar ein. Doch auch dies war weniger als prognostiziert.

Cloud-Sparte überzeugt

Hintergrund für die dann doch erfreulich besser ausgefallenen Zahlen waren die starken Zuwächse in der lukrativen Cloud-Sparte mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet. Hier gab es ein Umsatzplus von fast einem Drittel.

Unternehmen ist für Herausforderungen gerüstet

Mit anderen Worten scheint es, als ob der IT-Platzhirsch in den vergangenen Jahren seine „Hausaufgaben“ gemacht hat und die jetzige Aufstellung auch in der Krise (endlich) Früchte trägt. Wenn dann die Pandemie vorüber ist (wonach es aber weltweit derzeit nicht aussieht), könnte das Unternehmen wieder zulegen.

Unternehmensportrait

Die International Business Machines Corporation (IBM), die 1896 gegründet wurde, ist ein IT- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Armonk im Bundesstaat New York. Dabei zählt der Konzern zu den weltweit führenden Hard- und Softwarekonzernen und ist im Bereich Dienstleistungen im IT-Bereich eines der größten Beratungsunternehmen. Insgesamt beschäftigt IBM weltweit mehr als 300.000 Mitarbeiter.

Kleines Kursminus gegenüber Jahresanfang

Insgesamt können die Anteilseigner von IBM mit der Entwicklung ihrer Aktie einigermaßen zufrieden sein: Seit Beginn des Jahres gab der Kurs um lediglich 5% nach und präsentierte sich damit verhältnismäßig stabil – auch wenn die Aktie anderen Technologiewerten (mal wieder) hinterherhinkte.

Aussichten gar nicht so schlecht

Die Fundamentaldaten stimmen: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13 fällt sehr niedrig aus, außerdem lockt eine Dividendenrendite von mehr als 5%. Gründe also, einmal über einen Einstieg in den Tech-Riesen nachzudenken.

Natürlich ist die Aktie kein Überflieger in der Technologiebranche. Aber auf Grund der Ausrichtung und der Fundamentaldaten handelt es sich für die Zukunft um ein solides Investment, das einige Chancen mit wenig Risiko bietet. Allerdings könnte etwas Geduld notwendig sein, denn das erhoffte Comeback der IBM-Aktie lässt schon seit längerer Zeit auf sich warten.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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