IBM wächst wieder: Aktie legt zu

IBM Logo RED – shutterstock_611667161 r.classen

Der IT- und Software-Dinosaurier IBM zeigt es seinen Kritikern und überrascht mit Umsatzwachstum im zurückliegenden Quartal. (Foto: r.classen / Shutterstock.com)

US-Präsident Donald Trump ist immer für eine Überraschung gut. Gestern einigten sich die USA und die EU in Washington überraschend schnell auf einen Kompromiss im Handelsstreit. Wenn den Worten auch Taten folgen (Reduzierung Zölle, Abbau Handelsschranken), sollte das den DAX bis Jahresende Richtung 14.000 Punkte treiben.

Bleiben wir in den USA: Der US-amerikanische IT- und Softwarekonzern IBM hat vor wenigen Tagen seine Zahlen für das 2. Quartal des laufenden Jahres vorgelegt und die Analysten und den Markt mit einem Umsatzwachstum positiv überrascht. Die IBM-Aktie legte in der Folge zu.

Zur Erläuterung: Da das alte Kerngeschäft von IBM seit Jahren rückläufig ist, gingen die Erlöse des Unternehmens zuletzt regelmäßig zurück. Allerdings hat sich IBM neue Geschäftsfelder aufgebaut, in denen das Unternehmen teilweise recht stark wächst. Nun schafft es IBM also auch unter dem Strich wieder zu wachsen.

Die aktuellen Quartalszahlen im Überblick

IBM konnte den Umsatz im zurückliegenden Quartal um 4% auf rund 20 Mrd. US-Dollar steigern. Einer der Haupt-Wachstumstreiber war das Cloud-Geschäft, das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23% zulegen konnte und einen Umsatzbeitrag von 4,7 Mrd. US-Dollar lieferte. Die Sparte Systems legte sogar noch deutlicher zu.

Unter dem Strich blieb im 2. Quartal dieses Jahres ein Nettogewinn von 2,4 Mrd. US-Dollar übrig, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 3% bedeutet. Der Gewinn je Aktie lag damit bei 2,61 US-Dollar (nach 2,48 US-Dollar im Vorjahr).

Erfreulich ist auch, dass die Margen bei IBM wieder zulegen konnten. Die Vorsteuer-Gewinnmarge betrug im 2. Quartal 2018 rund 13,9% und legte damit im Vergleich zu den Monaten April bis Juni des Vorjahres um 1,2 Prozentpunkte zu (Vorjahreswert: 12,7%).

IBM RED_shutterstock_157995017_JuliusKielaitis

IBM: IT-Riese kann Umsatzschwund nicht stoppenIBM: Wandel zum Cloud-Dienstleister geht nur schleppend voran. Erfahren Sie in diesem Beitrag von René König mehr darüber: › mehr lesen

Der operative Cashflow (Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft) lag in den zurückliegenden 3 Monaten bei 2,3 Mrd. US-Dollar.

Ausgewählte Sparten unter der Lupe

Wenn Sie den Schlussgong schon länger verfolgen, haben Sie in jedem Fall schon von IBMs Super-Computer Watson gelesen. Watson ist beispielsweise in der Lage, jeden Schachspieler auf der Welt zu schlagen.

Der Umsatz in der IBM-Sparte Cognitive Solutions (in der auch Watson angesiedelt ist), verringerte sich im zurückliegenden Quartal um 1% auf 4,6 Mrd. US-Dollar. Dennoch halte ich diesen Geschäftsbereich nach wie vor für sehr spannend.

Der bereits kurz angesprochene Bereich Systems legte mit einem Umsatzplus von 25% das stärkste Wachstum hin. Der Umsatz lag hier zuletzt bei 2,2 Mrd. US-Dollar. Ebenfalls wachsen konnte das Segment Global Business Services, das um 2% zulegte und auf einen Umsatz von 4,2 Mrd. US-Dollar kam.

IBM legt Grundstein für weitere Wachstumssparten

Hätten Sie gewusst, dass IBM eines der weltweit führenden Unternehmen ist, wenn es um Blockchain-Patente geht? In einigen spannenden und wachstumsstarken Bereichen ist IBM für die Zukunft bestens positioniert.

Deshalb werde ich Ihnen in der kommenden Woche erläutern, was IBM im Bereich Blockchain macht und warum dieser Unternehmensbereich zukünftig genauso stark wachsen könnte wie zuletzt das Cloud-Geschäft von IBM.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Rolf Morrien. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz