Ihre Analyse – DAX im Crash-Modus: In 8 Handelstagen 1.500 Punkte gefallen!

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

So kurz vor der US-Wahl und kurz vor dem nächsten Lockdown stürzen die Märkte noch einmal ab. Der DAX springt von der Klippe und fällt sogar aus dem Abwärtskanal nach unten heraus. (Foto: Deutsche Börse AG)

Nur noch rote Kerzen! Die Bullen bekommen keinen Fuß in die Tür! Was der DAX hier fabriziert, ist schon beeindruckend. Heute Nacht gab es wieder eine deutliche Kurslücke nach unten und im Tagesverlauf ging es noch weiter mit dem Abverkauf.

DAX: Absturz auf dem Kanal

So kurz vor der US-Wahl und kurz vor dem nächsten Lockdown stürzen die Märkte noch einmal ab. Der DAX springt von der Klippe und fällt sogar aus dem Abwärtskanal nach unten heraus. Trendbeschleunigung. So nennt es die Charttechniker.

Natürlich schwebt weiterhin die Frage im Raum: „Wann drehen die Kurse wieder nach oben?“ Aber müssen Sie das denn bald? Ist nicht eine Korrektur überfällig gewesen? Außerdem kommen mit Lockdown und US-Wahl zwei große Unbekannte auf uns zu. Ganz normal, dass die Kurse da fallen, möchte man meinen.

Hinterher sind wir logischerweise immer schlauer. Einen solch rapiden Rutsch hatten wohl die wenigsten erwartet. Es passt allerdings zum Zyklus. Ende Oktober wird meist ein Tief gebaut und danach ziehen die Kurse wieder bis zum Jahresende an.

Aber nicht nur Lockdown und US-Wahl vermiesen vielen Anlegern gerade die Depots. Auch das fehlende Stimulus-Paket in den USA drückt auf die Kurse. Das kommt dann wohl erst nach der Wahl. In welcher Form ist auch noch unklar. Vielleicht müssen wir tatsächlich noch etwa 3 Wochen oder mehr warten, bis etwas in der Hinsicht geschieht. Vielleicht steigen erst dann die Kurse wieder.

Reiner Zufall im Wochenchart?

Schauen Sie sich das einmal an: So etwas ist schon unglaublich präzise Arbeit, wenn Sie bedenken, wie viele Milliarden Euro hier bewegt werden. Der DAX hat heute schier punktgenau auf dem Kurs gedreht, der mitten im Corona-Crash auch eine Unterstützung darstellte.

Das Tief von Anfang März lag damals bei 11.447 Punkten. Heute drehte der DAX nur 10 Punkte höher. Irgendwer wollte also nicht, dass es noch tiefer geht. Es wäre auch hier nicht untypisch, dass der DAX noch einmal – wenn auch nur kurz – darunter gedrückt wird. Stops werden dort sicherlich auch liegen. Es lohnt sich bestimmt, hier ein paar Zertifikate auszuknocken.

Fazit:

Der DAX ist seit dem Hoch von Ende August um fast 15 Prozent gefallen. Je nach Definition startet ab 18 oder 20 Prozent der offizielle Crash. NOCH ist quasi nichts angebrannt. „Nur eine deutliche Korrektur“. Wenn Sie es optimistisch sehen wollen.

Bevor Sie jetzt aber auf einen steigenden DAX setzen, warten Sie erst einmal ab, dass wir ein paar grüne Kerzen sehen. Einige grüne Stundenkerzen hintereinander – das wäre schon einmal was. Bislang schaffen die Bullen nicht das Ruder herumzureißen. Solange wir tiefere Tiefs machen, gibt es keinen Grund auf steigende Kurse zu setzen.

Noch einmal: Der DAX fällt. Das ist der aktuelle Trend. Auch wenn wir oft Ende Oktober das Tief sehen, halten Sie sich noch zurück. Oder riskieren Sie nur ganz wenig, wenn es Sie jetzt schon in den Fingern juckt. Ein Einstieg auf der Long-Seite wäre jetzt aber reines Glücksspiel. Der Chart zeigt uns noch keine Umkehr.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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