Ihre Chartanalyse für Silber und Gold Ende Mai 2019

Silber Mine Arbeiter – shutterstock_87973216 Joe Belanger

Die Edelmetalle werden seit März günstiger. Dieser Trend hält weiterhin an. Erst wenn die Kurse nach oben ausbrechen können, haben die Bullen eine Chance. (Foto: Joe Belanger / Shutterstock.com)

Besitzen Sie Silber– und Goldmünzen? Die Edelmetalle befinden sich gerade auf dem absteigenden Ast. Eigentlich sollte es aufgrund der Stimmung im Markt anders sein, aber wir feiern hier derzeit noch offiziell Risk-off. Also kein Risiko, die Märkte sind stabil. Deshalb kann der Goldpreis auch sinken. Silber macht es natürlich mit. Das Duo verläuft oft im Gleichschritt, wenngleich das Verhältnis von Silber zu Gold gerade nahe einem Extrempunkt ist.

Selten gab es für eine Goldunze so viele Silberunzen. Das bedeutet: Eigentlich müsste es früher oder später auch wieder in die andere Richtung laufen. Silber hat also mehr Potential aufzuholen, doch das zeigt es noch nicht.

Silber in der Chartanalyse

Sie sehen den Tageschart seit Anfang des Jahres 2019. Richtung März ging es noch ein wenig bergauf. Dann wurden die Preise deutlich gedrückt und seit Ende März / Anfang April verläuft der Silberpreis in einem immer enger werdenden Trendkanal. Heute ist Silber erneut am unteren Ende der Trendlinie angekommen. Eine kleine Gegenbewegung wäre im Laufe der Woche nicht unüblich.

Sobald Silber aus diesem Kanal nach oben ausbrechen kann, sollten dann auch schnell neue Hochs erreicht werden. 15 US-Dollar war ein hart umkämpfter Bereich. Der nächste Widerstand wartet danach bei 15,50 US-Dollar und in der Folge das Jahreshoch bei etwa 16,20 US-Dollar.

Sollte der Silberpreis sogar den fallenden Trendkanal nach unten durchbrechen, kann es zu einer Trendbeschleunigung kommen und wir sehen schnell Kurse unter der 14 US-Dollar-Marke.

Gold in der Chartanalyse

Bei Gold ist das Bild ähnlich, wenngleich es gravierende Unterschiede gibt. Sie sehen einen ähnlichen Verlauf, doch die Handelsspanne bei Gold ist wesentlich größer. Auch der Anstieg seit Anfang des Jahres hat größere Sprünge als beim Silberchart gemacht. Erst bei 1.340 US-Dollar war Schluss.

Die fallenden Trendlinien geben im Vergleich zu Silber Gold auch deutlich mehr Spielraum. Heute befinden wir uns nämlich noch nicht am unteren Ende des Trends. Gold könnte also noch bis auf rund 1.260 US-Dollar in dieser Woche fallen, ohne den Trend zu beschleunigen. So viel Platz hat Silber auf gar keinen Fall.

Bei Gold ist die Marke um den Bereich von 1.300 US-Dollar richtungsweisend. Steigen die Kurse wieder darüber, können wir auch eventuell bald das Jahreshoch in Angriff nehmen. Doch aktuell ist die Großwetterlage offensichtlich zu sicher. Keiner braucht Gold, um sich abzusichern.

Iran und USA haben sich anscheinend einen Waffenstillstand geeinigt. Zumindest gibt es wenig News in puncto Säbelrasseln an der Straße von Hormus. Und auch Russland und China tragen gerade wenig zur Eskalation bei. Vielleicht steht uns eine ruhige Handelswoche bevor.

Doch freuen Sie sich nicht zu früh. Ein falscher Tweet von China oder Trump und schon gibt es wieder ein Beben. Die Indizes sind heute sehr verhalten. Fast unverändert stehen sie aktuell da. Der Markt ist augenscheinlich in Lauer-Stellung. Jeder will den Tropfen zuerst sehen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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