Ihre große DAX-Analyse: Die 13.000 Punkte sind zum Greifen nah!

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

Selbst ein infektiöser Trump und ein späterer Stimulus konnten den Kursen nichts anhaben. Sie sind zum Steigen verdammt. (Foto: Deutsche Börse AG)

Donald Trump brachte die Märkte kurz ins Wanken. Doch schon ist der Sturm wieder vorbei, als wäre nichts gewesen. Der DAX hält sich weiter stabil im Bereich der 12.900 Punkte. Vor fünf Tagen standen wir noch bei der 12.540. Von dieser Schwäche ist jetzt nichts mehr zu spüren. Es geht nur noch nach oben.

13.000 Punkte im DAX: Nicht ob, sondern wann

Wir stehen dort, wo wir bereits am 8. Juni standen: bei 12.900 Punkten. Seit vier Monaten ist also unter dem Strich nichts passiert. Wir haben uns die 13.500 und die 11.600 Punkte seitdem angeschaut. Und jetzt sind wir wieder dort, wo wir im Sommer waren.

Die 13.000 Punkte hat durchaus eine gewisse Anziehungskraft. Doch gleichzeitig schaffen es die Bullen nicht, diese Marke zu erreichen. Wir machen jeden Tag höhere Tiefs. Das ist eine gute Voraussetzung. Demnach müssten wir in den nächsten Tagen die 13.000 knacken.

Doch dafür gibt es natürlich keine Garantie. Der DAX kann genauso gut wieder nach unten wegdrehen. Wobei es momentan eher nicht danach aussieht. Die grüne EMA-200 verläuft bei etwa 12.360 Punkten und befindet sich somit ungefähr bei dem Tief Ende September.

Die Chance, dass der DAX vor der Wahl noch darunterfällt, ist momentan sehr gering. Klar, es kann noch einiges vor der US-Wahl passieren. Doch selbst ein infektiöser Trump und ein Verschieben des Stimulus auf nach der Wahlentscheidung konnten den Kursen nichts anhaben. Sie sind zum Steigen verdammt – selbst in schwierigen Phasen.

DAX im Stundenchart

Hier sehen Sie sämtliche Turbulenzen der vergangenen Tage. Der Chart beginnt am 28. September. Es ist viel passiert in dieser Zeit und die Kurse haben sich mitunter kaum bewegt.

Das Hoch gestern bei 12.960 Punkten und das Tief Anfang des Monats bei 12.540. Mehr ist einfach aktuell nicht drin. Da kann offenbar kommen, was will. Der Markt rührt Beton an. Wenn wieder eine kritische Meldung kommt, geht es kurz bergab. Danach aber auch schnell wieder hoch und die nächste Schicht Beton kommt oben drauf.

So in etwa können Sie sich das Geschehen derzeit vorstellen. Wir bauen uns den DAX Stock für Stock nach oben. Wenn dann noch die Rallye nach der Wahl und zum Jahresende kommt, sind neue Allzeithochs durchaus realistisch!

Ob sie kommen, werden wir dann sehen. Doch momentan gibt es für die Märkte keinen Grund zu fallen. Alles ist scheinbar eingepreist. Trump hat Covid-19. Das Stimulus-Paket wird verschoben. Die E-Mail-Affäre von Hillary wurde laut Trump heute freigegeben und ungeschwärzt. Also alle Informationen werden öffentlich sichtbar gemacht.

Laut dem amtierenden US-Präsidenten zeigen die Unterlagen genau, dass Hillary und Obama sich abgesprochen haben, um Trump die Russland-Affäre anzudichten. Aber selbst, wenn das alles so stimmen sollte, wird es vermutlich ähnlich wie hierzulande verlaufen. Politiker haben Narrenfreiheit. Jeder Skandal rutscht an ihnen ab und zur Not werden sie einfach befördert. Warum sollte es jetzt eine große Eskalation geben, wenn bekannt würde, dass sich Obama und Hillary die russische Wahlmanipulation nur ausgedacht haben?

Das ist doch alles Schnee von gestern. Da wird keiner bestraft und zur Rechenschaft gezogen. Genauso wenig, wie Trump dafür geradestehen muss, dass es so viele Corona-Tote in den USA gibt. Momentan ist übriges laut Wettquoten das wahrscheinlichste Ergebnis, dass die Demokraten nach der Wahl, sowohl den Präsidenten stellen, als auch die Mehrheit im Senat und Repräsentantenhaus stellen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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