Ihre große DAX-Analyse: So weit fällt der DAX noch bevor er auf 14.700 Punkte steigt

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

Es ist spannend zu sehen, ob die Analyse aufgeht. Die Zielzone mit 14.700 Punkte kann auf zwei Varianten erreicht werden. Jetzt ist nur die Frage, ob und auf welchem Weg. (Foto: Deutsche Börse AG)

Ein weiterer Tag der Beruhigung. Der DAX schiebt stark zur Seite und hält sein Niveau über 13.200 Punkten. Doch das wird nicht lange so anhalten. Irgendwann kommt wieder Bewegung rein – vielleicht sogar schon morgen.

Dann könnten wir noch einmal Richtung 13.400 laufen, um danach eventuell fast 1.000 Punkte abzugeben. Warum das genau so geschehen kann, schauen wir uns heute etwas näher an.

DAX im 4-Stunden-Chart

Unsere Trendlinien behalten weiterhin Bedeutung. Zumindest wenn die aktuell mögliche Bewegung im DAX weiterhin machbar ist. Dann könnten wir etwa zum Monatswechsel den Bereich um 12.350 erreichen. Aktuell schier unglaublich.

Diese Zielzone habe ich Ihnen im Chart eingezeichnet. Wenn wir den letzten Verlauf des DAX anschauen, wirkt es aber nicht unmöglich. Schließlich ist viel Bewegung drin und was sind schon fast 1.000 Punkte im jetzigen Umfeld?

Umgekehrte SKS-Formation im Tageschart im Anmarsch?

Spielen wir den Gedanken jetzt weiter, würde sich nämlich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation im DAX bilden – nur eben invers. Demnach müsste der DAX noch einmal in den Bereich der ersten Schulter bei 12.341 eintauchen. Es gibt allerdings keine Regel, wonach er diese Schulter punktgenau erwischen muss. Es kann auch 20 Punkte höher drehen beispielsweise.

Deshalb habe ich oben den Bereich um 12.350 Punkte genannt. Wenn wir uns jetzt die Strecke vom Tief bei 11.450 Punkten und zum Hoch bei 13.460 Punkten anschauen, können wir daraus eine Fibonacci-Projektion machen. Das habe ich nicht mehr im Chart eingezeichnet, weil er noch etwas übersichtlich bleiben soll.

Legen wir also den Kollegen Fibonacci an diese Strecke an,erscheint bei etwa 14.700 Punkten die 161,8 Prozent Extension. Und genau da wollen wir den DAX dann sehen, wenn er das Allzeithoch durchstößt und weiter nach oben rennt. Falls Sie sich fragen, wann die 14.700 Punkte denn real werden können: Dieses Jahr nicht mehr. Frühling 2021 eventuell. Aber das eilt auch nicht oder ist zeitlich befristet. Wichtig ist nur, dass der DAX nicht mehr deutlich unter das Tief bei 12.340 Punkten fällt.

Plan B: Direkt durchstarten zur 17.740

Wir haben ein Descending Broadening Wedge im DAX. Das ist ein fallender Keil. Aus diesem lassen sich die möglichen Ziele perfekt ausrechnen. Dazu nehmen wir die Höhe des Keils von der 1 bis zur 4 (siehe Chart) und multiplizieren diese Strecke mit 83 Prozent.

Das Ergebnis addieren wir an dem Punkt 5, an dem die Kurse den Keil verlassen. Das Ergebnis sind in unserem Fall – mit durchlaufenden Kursen – etwa 14.740 Punkte. Nehmen wir nur Xetra-Kurse, kommen wir bei etwa 14.630 heraus. Auch noch immer eine schöne Strecke.

Bei Plan B muss der DAX jetzt auch nicht mehr fallen und eine zweite Schulter bilden. Insofern ist es spannend zu sehen, ob die Analyse aufgeht und auf welchem Weg das Ziel erreicht wird. Denn bei der Zielzone sind sich beide Ideen recht einig und das spricht schon einmal dafür, dass die 14.700 Punkte tatsächlich realistisch sind.

Ja, wir haben immer noch Lockdown und Covid-19 verschwindet und das Hauptgegenargument gibt es auch noch: Es ist immerhin der DAX. Wieso sollte der plötzlich durchstarten? Das ist alles berechtigt. Was Sie oben sehen, ist die Charttechnik. Wie es wirklich kommt, werden wir erleben.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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