Ihre große DAX-Analyse: Starker Aufwärtstag stützt die Hoffnung

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Während die Tech-Werte wie Tesla und Apple ordentlich abgerutscht sind, ist unser DAX einfach nur seitwärts gelaufen. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Heute sieht die Welt schon wieder rosiger aus. Alle Indizes schreiben grüne Tageskerzen. Ein erstes Anzeichen dafür, dass die kleine Konsolidierung schon vorbei ist? Schauen wir uns den DAX in unterschiedlichen Zeitfenstern an.

DAX im Tageschart

Mario Adorf wurde gestern 90 Jahre alt. Passend dazu hat der DAX den Kanal noch lange nicht voll. Wenn das so weitergeht und wir den Kanal weiterhin nicht verlassen, würde der DAX am Ende des Jahres mindestens bei 14.400 Punkten stehen!

Das ist durchaus möglich. Stichwort: Weihnachtsmannrallye. Aber ob die schon im September zündet? Wir haben uns letztens schon mit der Saisonalität in Wahljahren beschäftigt. Ruppig wird es dabei besonders im Oktober. Lassen Sie sich also nicht einlullen vom harmlosen September. Vielleicht erleben wir gerade noch die Ruhe vor dem Sturm.

Den hat der DAX in der vergangenen Woche sensationell bewältigt. Während die Tech-Werte wie Tesla und Apple ordentlich abgerutscht sind, ist unser DAX einfach nur seitwärts gelaufen. Respekt. Wobei, sein wir einmal ehrlich: Geld ist in den DAX in den vergangenen Wochen kaum geflossen. Tesla und Apple haben dagegen neue Käufer magisch angezogen. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass dort jetzt etwas Luft abgelassen wurde. Dass der DAX sich trotzdem stabil zeigt, ist dennoch positiv zu werten. Wäre er mit abgestürzt, hätte es auch niemand gewundert.

Schauen Sie sich den obigen Chart an! Die Kombination aus Aufwärtstrendlinie und SMA-50 hat den DAX erneut gestützt. Von unten schleicht sich auch schon die EMA-200 an. Diese liegt derzeit bei etwa 12.250 Punkten. Rücksetzer bis 12.300 Punkte werde aktuell einkalkuliert, wenn wir deutlich unter die 13.000 fallen würden. Dementsprechend könnte sich hier der Kurs und die Linie irgendwann treffen.

DAX im logarithmischen Monatschart

Jetzt noch der Blick mit viel Weitsicht. Wir schauen uns die logarithmische Darstellung des DAX auf Monatssicht an. Die Durchschnittslinien sind hier dieselben. Orange ist also die EMA-200 – die gewichtete 200-Monatslinie. Dort drehten die Kurse im Corona-Tief nach einem leichten Überschuss.

Genauso durchschossen die Kurse die untere Trendlinie, kamen aber schnell wieder zurück. Langfristig wird es für den DAX in diesem Keil immer enger, aber wir haben noch rund 8 Jahre, bis sich die beiden blauen Linien treffen. Typisch für den DAX wäre es, wenn wir nach unten herauslaufen und dann erst einmal jahrelang seitwärts schieben.

Dass wir jetzt Fahrt aufnehmen und nach oben ausbrechen, kann ich mir momentan eher schlecht vorstellen. Der DAX kann jetzt in den kommenden Jahren grob zwischen 10.000 und 16.000 Punkten laufen. Alleine das Jahr 2021 ist laut Keil beschränkt im Bereich 9.600 und 15.300 Punkte. Das sind die Extremwerte, die der DAX nächstes Jahr erreichen kann, ohne den zulaufenden Keil zu verlassen.

Aktuell befinden wir uns ziemlich mittig. Der DAX kämpft bereits seit Jahren mit der 13.000. Wenn wir den Keil in die Zukunft schauen lassen, kann der DAX sogar bis zum Februar 2025 um die 13.000 pendeln und wäre immer noch zwischen den beiden Trendlinien. Da sehen Sie, wie langsam die untere Trendlinie steigt. Hoffen wir einmal, dass dem DAX vorher etwas Spannendes einfällt und wir nicht in 4 Jahren dort sind, wo wir derzeit auf der Stelle stehen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.