Im Schattenreich der Politik

Es gibt viele Beispiele für die Macht der Bilderberger und ihrer Personalpolitik. Hier erfahren Sie einige davon. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Jedes Jahr findet das geheimnisumwitterte Bilderberg-Treffen an einem anderen Ort auf der Welt statt.

Jetzt, da sich der kommissarische SPD-Bundesvorsitzende Olaf Scholz anschickt, in einer GroKo Vizekanzler und Finanzminister zu werden, lohnt es sich zu diesem Thema Verschwörungstheorien und Fakten zu trennen. Denn Scholz selbst ist ebenfalls Bilderberger.

Nichts geschieht zufällig

Der ehemalige US-Präsidenten Woodrow Wilson sagte einmal:

„Einige der größten Männer in den Vereinigten Staaten, auf den Gebieten von Handel und Produktion, haben Angst vor etwas. Sie wissen, dass es irgendwo dort eine Macht gibt, so organisiert, so subtil, so wachsam, so verwoben, so komplett, so durchdringend, dass sie deren Verdammung besser nie anders als hauchend leise aussprechen.“

Frank Delano Roosevelt, ebenfalls ehemaliger US-Präsident ergänzte: „In der Politik geschieht nichts zufällig! Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war!“

Blicken Sie hinter die Kulissen

Der ehemalige englische Premierminister Benjamin Disraeli meinte dazu: „Die Welt wird von ganz anderen Persönlichkeiten regiert, als diejenigen glauben, die nicht hinter die Kulissen blicken.“

Und der Weltbankier und Bilderberger David Rockefeller erklärte:

„Einige meinen gar, wir sind Teil einer geheimen Kabale (Intrige), die gegen die besten Interessen der Vereinigten Staaten arbeitet. Sie charakterisieren meine Familie und mich als ‚Internationalisten’ und glauben, wir hätten uns zusammen mit anderen in der Welt verschworen, eine mehr global integrierte politische und wirtschaftliche Struktur…eine Ein-Welt aufzubauen. Wenn das die Vorwürfe sind, bekenne ich mich schuldig und bin stolz darauf.“

Von Rockefeller ist auch folgendes Zitat überliefert: „Alles, was wir benötigen, ist die eine, richtig große Krise, und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren.“

Von wegen Verschwörungstheoretiker

Sie werden wohl der Meinung sein, dass weder die damaligen US-Präsidenten Wilson und Roosevelt noch der englische Premier Disraeli oder der Bankier Rockefeller irgendwelche Verschwörungstheoretiker sind.

Ganz im Gegenteil wussten diese hochrangigen Politik- und Wirtschaftslenker, was sich tatsächlich hinter den Kulissen abspielt. Denn sie waren selbst Insider. Das sollten Sie im Hinterkopf behalten, wenn Sie weiterlesen.

Tagungen hinter verschlossenen Türen – der Bürger hat kein Mitspracherecht

Natürlich entsteht in der Öffentlichkeit der Eindruck, wenn Staatenlenker, Unternehmensführer und Medienbosse hinter verschlossenen Türen tagen, dass dort über das Schicksal der Bürger entschieden wird. Und das ohne, dass sie ein Mitspracherecht hätten.

Tatsächlich sind nach den meisten Bilderberger-Treffen einschneidende Entscheidungen bzw. Veränderungen in der Weltpolitik eingetreten.

Nachfolgend einige Beispiele für die Macht der Bilderberger und ihrer Personalpolitik

  • 1980 wird der eigentlich schon ausrangierte Sozialist Francois Mitterand Präsident Frankreichs emporgehievt von Bilderbergern.
  • 2004 wird Pedro Santana Lopes zum Präsidenten der Portugiesischen Republik ernannt. Einst ein eher unbekannter Bürgermeister von Lissabon.
  • José Durao Barroso wird Präsident der Europäischen Kommission.
  • Auch John Edwards erfährt im gleichen Jahr nach seiner Bilderberg-Teilnahme eine steile Karriere: Er wird zum Stellvertreter von John Kerry im Kampf um das US-Präsidentenamt gemacht.
  • Emre Gönensay, Außenminister der Türkei und Gazi Ercel, Gouverneur der türkischen Zentralbank nehmen 1996 an der Bilderberger-Konferenz in Toronto teil. Nur 4 Tage später stürzt die türkische Regierung. Überraschend tritt Ministerpräsident Mesut Yilmaz von seinem Amt zurück, löst damit die Koalitionsregierung auf und macht den Weg frei für Necmeddin Erbakan. Den Chef der pro-islamischen Wohlfahrtspartei. Von diesem Regierungswechsel profitieren die Bilderberger, treibt er doch den islamischen Einfluss in das christliche Europa voran. Erzeugt so ethnische Spannungen, führt zur Destabilisierung der Region. Ganz im Sinne, die Welt in einem Zustand ständiger Unruhe zu halten.
  • Bilderberger fädeln auch den Sturz der britischen Premierministerin Margaret Thatcher als Regierungschefin ein. 1990 wird sie von ihrer eigenen Partei abgewählt. Sie hat sich gegen die freiwillige Übergabe der britischen Souveränität an einen europäischen Überstaat gestellt. Somit gegen die Pläne der Schattenregierung. Neuer britischer Premierminister wird der Bilderberger-Günstling John Major.

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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.