Immer mehr Goldminen unter den größten Rohstoff-Konzernen

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Aktuelle Rankings zeigen es deutlich: In der Rohstoff-Branche haben die Goldminen eine immer größere Bedeutung. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

2020 ist bislang ein Jahr mit großen Verschiebungen im Rohstoff-Sektor. Das ergibt das aktuelle Ranking der 50 größten Minenkonzerne der Welt, das regelmäßig vom Onlineportal Mining.com zusammengestellt wird.

Die aktuelle Ausgabe bezieht sich dabei auf die Entwicklung in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres. Hier zeigt sich ganz deutlich: Trotz Corona-Krise haben viele Minenkonzerne gut zugelegt und die Vorzeichen für ein erfolgreiches 4. Quartal stehen gut.

Die 50 wertvollsten Bergbauunternehmen haben in den drei Monaten bis Ende September dank steigender Gold– und Silberpreise, Eisenerzpreisen im dreistelligen Dollar-Bereich und einem Kupferpreis, der in die Nähe von Zweijahreshochs kam, eine ne Marktkapitalisierung von 80,2 Mrd. USD hinzugefügt.

Die Goldproduzenten und die Gold-Streamingunternehmen machen heute mehr als ein Drittel des Wertes der Top 50 aus und trugen 130 Mrd. USD zu den Gewinnen seit dem Einbruch im ersten Quartal bei. In Summe legten die größten Rohstoffkonzerne um deutlich mehr als 300 Mrd. USD beim Börsenwert seit dem März-Tief zu.

Im 3. Quartal habe die Goldminen besonders stark performt

Neun von zehn der leistungsstärksten Unternehmen im Quartal sind Goldproduzenten. Auf Platz 2 der Gewinnerliste steht der Kupferriese Freeport McMoran, der dank seiner Grasberg-Mine auch zu den größten Goldproduzenten der Welt zählt.

Neu in diesem Jahr in den TOP 10 sind Evolution Mining, B2Gold und Yamana Gold. Newmont und Barrick haben sich in den Top 5 der größten Rohstoff-Firmen festgesetzt. Anglo American hat im Quartal 4,4 Milliarden US-Dollar hinzugefügt, bleibt aber fast 30 % unter dem Kursniveau vom Jahresanfang.

Die größten Uranproduzenten der Welt – Cameco und Kazatomprom – schaffen es erneut nicht unter die Top 50, trotz einer Rallye beim Uranpreis in deren Verlauf der Preis wieder auf mehr als 30 USD pro Pfund gestiegen ist.

Die beiden verbleibenden Kohleunternehmen (das Ranking schließt Energieversorger wie Shenhua Energy aus, die ihre eigenen Minen betreiben) schnitten schlecht ab, wobei Coal India auf Platz 28 stand – das einzige Unternehmen, das seit Ende des ersten Quartals an Wert in USD verlor. Vor vier Jahren schaffte es der weltgrößte Kohlekonzern noch auf Platz 4.

Yanzhou Coal rutschte in diesem Jahr um 10 Plätze auf Platz 46 ab, und wenn die Probleme der Branche anhalten und die Dynamik der Edelmetalle anhält, könnte es durchaus die Top 50 mit einem einzigen Kohleunternehmen verlassen. Dieser Überblick zeigt Ihnen eins ganz deutlich: Die gesamte Rohstoff-Branche hat sich hin zu den Edelmetallen verschoben. Genau diesen Sektor habe ich an dieser Stelle auch ganz genau im Blick.

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Heiko Böhmer
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