Immer mehr Unternehmen setzen auf Cloud Computing

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Die Software-Branche befindet sich im weiterhin im Umschwung von Software-Lizenzen hin zum Cloud Computing. (Foto: ESB Professional / shutterstock.com)

Die Software-Branche steht weiterhin im Zeichen des Paradigmenwechsels weg vom Geschäft mit Software-Lizenzen hin zum Cloud Computing – der Bereitstellung von Software als Dienstleistung über das Internet. Während einige Unternehmen wie die Software AG bei der Migration ihrer Kunden hinterherhinken, können Unternehmen wie Sage Group und SAP deutliche Erfolge vorweisen.

SAP setzt auf Cloud und strategische Akquisitionen

Vor allem SAP hat die Umsatzerwartungen im Cloud-Geschäft deutlich übertroffen. Der Marktführer setzt neben dem organischen Wachstum auch zunehmend auf strategische Akquisitionen. Nach der Übernahme von Callidus Software – einem Marktführer für Cloud-basierte Anwendungen im Kunden-Management – im vergangenen Jahr, legte SAP jüngst mit der Akquisition von Qualtrics nach. Qualtrics ist Marktführer im Software-Segment Erfahrungs-Management.

SAP will den Markt für das Kunden- Management erobern

Bei dem Geschäftsmodell von Qualtrics geht es im Kern um die Sammlung und Analyse von Daten in den Bereichen Kunde, Mitarbeiter, Produkt und Marke. Namhafte Unternehmen wie die Allianz, VW, Deutsche Bank und Microsoft zählen zu den Kunden von Qualtrics. Dass sich SAP die Übernahme 8 Mrd. $ bzw. das 20-fache des Umsatzes von Qualtrics kosten lässt, unterstreicht das Potenzial, das SAP in Qualtrics sieht.

SAP erwartet jährliche Wachstumsraten von 40%, d.h. dass sich der Umsatz bereits nach zwei Jahren nahezu verdoppeln und nach fünf Jahren mehr als vervierfachen könnte. Zudem stellt Qualtrics nach der Übernahme von Callidus offenbar den nächsten Schritt dar, um stärker in das Software- Segment Kunden-Management vorzudringen.

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Vollautomatisierte Buchhaltung dank künstlicher Intelligenz

Neben Cloud ist künstliche Intelligenz ein zentrales Zukunftsthema. Diese spielt längst nicht mehr nur bei selbstfahrenden Autos eine zentrale Rolle. Gerade bei repetitiven Prozessen wie in der Buchhaltung nimmt der Automatisierungsprozess laufend zu. Intuit zählt zu den Marktführern auf diesem Gebiet. Das von ehemaligen IBM-Mitarbeitern gegründete IT-Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich auf dem Markt für Buchhaltungs- und Steuerlösungen positioniert. Das abgerundete IT-Ökosystem ist in der Lage die Bankkonten der Kunden auszulesen, Transaktionen zu erkennen und vollautomatisch zu verbuchen.

Ermöglicht wird das durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz, die auf Basis der Unternehmens- und Branchendaten die buchhalterisch richtige Zuordnung automatisch erkennt. Am Jahresende können die Buchhaltungsdaten der Klein- und Mittelunternehmer per Knopfdruck in die hauseigene Steuersoftware Turbo Tax und ProSeries übertragen und an die amerikanischen Steuerbehörden übermittelt werden. Das macht Intuit zu meinem Branchenfavoriten.

Wir werden beobachtet: Adobe präsentiert Sensei

Neben Intuit setzt auch Adobe auf künstliche Intelligenz und stellte unlängst das Analysetool Adobe Sensei Technology Preview vor. Dabei handelt es sich in erster Linie um ein Marketingwerkzeug, das Unternehmen tiefe Markt- und Kundeneinblicke erlaubt. So sollen Kunden automatisch auf Basis ihres Verhaltens in Potenzialgruppen gegliedert werden und Informationen über App-Deinstallationen oder Abbrüche im Bestellvorgang bereitgestellt werden.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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