Immer weiter: Gold steigt und steigt!

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Aktuell können Sie in beide Richtungen damit rund 100 US-Dollar Strecke machen. Das kann sich schon richtig lohnen. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Immerhin läuft dieser Chart noch sinnvoll und nicht völlig abgekoppelt jeglicher Vernunft. Während die Rezessionen und Massenarbeitslosigkeit überall Titelthema sind, steigen die Börsen. Für viele unverständlich und doch: Der Markt hat immer Recht.

Bei Gold sieht das anders aus. Das stieg auch nach der Schuldenkrise 2008. Kein Wunder – schließlich schieben die Notenbanken ordentlich Geld in den Markt. Da sollte Gold als quasi Werterhalt Nummer 1 dann auch steigen.

Gold Chart der letzten 24 Monate

Wenn wir uns den Wochenchart des Goldpreises anschauen, sehen wir noch das Tal der Tränen im Sommer 2018. Damals waren die Anleger geschockt, dass Gold noch einmal so weit herunterkam. Zwischenzeitlich notierten wir deutlich unter 1.200 US-Dollar pro Unze.

Doch das Bild hat sich extrem gewandelt. Einen Aufsetzer gab es noch einmal von oben auf die blaue gewichtete 200-Wochenlinie und dann startete die Rakete. Heute sind wir schon fast an der 1.800 US-Dollar – ein steiler Anstieg. Eine Konsolidierung wäre insofern jetzt auch nicht überraschend. Wir sind am oberen Bereich der Trendlinie angekommen. Auf dieser haben wir in den letzten Wochen mehrere Mal den Rückwärtsgang eingelegt.

Positiv ist dabei zu sehen: Wenn es nach unten ging, kamen schnell wieder Käufer in den Markt. Viel mehr als 50 oder 60 US-Dollar ging es in den vergangenen Wochen nicht nach unten.

Im Chart sehen auch deutlich die Unterstützung auf Wochensicht. Knapp unter dem Bereich um 1.675 US-Dollar wird immer wieder gekauft. Sollte also dieser Bereich auf Wochensicht nach unten brechen, könnte der Goldpreis auch wieder Richtung 1.500 US-Dollar laufen. Doch diese Gefahr zeigt der Chart definitiv nicht.

Trading mit dem Goldpreis

Es gibt jetzt zwei Varianten, wie Sie am Goldpreis verdienen können. Sie wetten aktuell auf einen kleinen Rücksetzer. Ich weiß, bei Privatanlegern ist eine Spekulation auf fallende Goldkurse leicht verhasst. Es muss ja auch nicht ewig gehen. Der Chart zeigt ja, dass wir maximal Richtung 1.670 US-Dollar laufen, bevor es vermutlich wieder steigen kann.

Oder Sie warten ab, bis der Goldpreis nämlich genau in diese Zone fällt und steigen dann wieder long ein, wenn Sie im Tageschart eine bullische Bestätigung sehen.

Aktuell können Sie in beide Richtungen damit rund 100 US-Dollar Strecke machen. Das kann sich schon richtig lohnen.

Die Stops sind dabei auch offensichtlich. Eine Short-Idee wäre für mich bei Kursen über 1.800 US-Dollar verloren. Eine Long-Idee könnten Sie kurz unter der 1.670 US-Dollar absichern, also etwa im Bereich 1.650 US-Dollar.

Wenn wir den Aufwärtstrend beibehalten, verläuft übrigens die obere Trendlinie zum Jahreswechsel bei 1.875 US-Dollar. Insofern ist noch etwas Luft nach oben, aber dass wir die 2.000 US-Dollar pro Unze Gold dieses Jahr noch sehen, könnte die Trendlinie verhindern.

Übertreiben Sie also nicht mit zu bullischen Investments in Gold. Dann sind die 2.000 US-Dollar einfach nächstes Jahr drin. Laut der Trendlinie frühstens im September 2021.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.