Immobilien-Boom ohne Immobilie – So profitieren Sie

Wenn renoviert wird, sind neue Bad-Armaturen oft die 1. Wahl. Wir kennen eine Aktie, die den Bau-Boom perfekt abbildet: Geberit. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Die Mieten und Wohnungspreise steigen und steigen. Doch mit steigenden Mieten wachsen auch die Ansprüche.

Wer deutlich 4-stellig Miete zahlt, will auch in guter Lage kein Bad mit dem Chic der späten 1980er. Dementsprechend boomt auch der Markt für Bauzulieferer.

Geberit im Kurzporträt

Um Mietern den hohen Mietzins schmackhaft zu machen, darf es öfter einmal eine neue Duschkabine oder ein modernes WC sein.

Ganz nebenbei sorgt dies für Wertstabilität bei der Immobilie und kann steuerlich Vorteile bringen.

Doch kommt dieser Trend auch bei Zulieferern wie Geberit an? Wir haben die Aktie für Sie analysiert!

Geberit wurde 1874 gegründet und ist heute in Europa Marktführer in der Sanitärtechnik. Der Konzern ist in 41 Ländern vertreten.

Das Produktangebot umfasst Sanitärsysteme wie Spülkästen, Armaturen und Apparate-Anschlüsse sowie Rohrleitungs-Systeme zur Haus-Entwässerung und -Versorgung.

Spezialist für alles aus Keramik

Der Bau-Boom in Europa sowie das Keramik-Geschäft der Sanitec haben Geberit Rekord-Ergebnisse beschert:

Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 8,3% und der Gewinn um 29,8%. Alle Regionen und Sparten haben besser abgeschnitten.

Die operative Marge verbesserte sich von 19,2 auf 22,8%. Geholfen haben Synergien aus der Sanitec-Akquisition sowie niedrigere Rohmaterial-Preise.

Auch bilanziell hat Geberit Fortschritte gemacht: Die Nettoschulden sanken um 32% auf 461,2 Mio. SFr, und die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 45,4%.

Der Konzern geht auch im laufenden Jahr von einer positiven Entwicklung der Bauindustrie in den meisten Ländern Europas aus.

In Italien, Großbritannien, China und den USA dürfte die Nachfrage aber eher stagnieren. Lediglich in den Golfstaaten bremst der niedrige Ölpreis die Bauaktivitäten.

Zudem wird Geberit weitere Maßnahmen zur Sanitec-Integration umsetzen:

Besonders die Harmonisierung des Vertriebs und Prozess-Optimierungen bei der Keramik-Produktion sollen die Profitabilität verbessern.

Der Ausbau des Geschäfts mit dem Dusch-WC steht ebenfalls auf der Agenda. Konkrete Ergebnisziele blieb das Management aber schuldig.

Greifen Sie zu – Sie liegen richtig!

Allerdings kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkauf-Programm im Umfang von bis zu 450 Mio. SFr an, das im 2. Quartal starten und eine Laufzeit von max. 3 Jahren haben soll.

Die Zahlen und auch der Dividenden-Vorschlag von 10 SFr pro Aktie haben positiv überrascht.

Die Aktie ist zwar im Branchen-Vergleich immer noch hoch bewertet, die hohe Rentabilität und starke Marktposition rechtfertigen jedoch einen Aufschlag.

Diese Aktie ist alles, nur kein Griff ins Klo!

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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