Deutsche Wohnen: Immobilien für den kleineren Geldbeutel

Es muss nicht immer die Villa oder das Mehrfamilienhaus sein. Investments in Immobilien gehen auch anders; z. B. mit der Deutsche Wohnen AG. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Sind auch Sie begeisterter Immobilien-Anleger?

Wenn man einschlägige Medien verfolgt, könnte man glauben, dass Immobilien für den Vermögens-Aufbau unverzichtbar seien.

Die steigenden Preise locken immer mehr Heilsbringer an, die mit ihrem Immobilien-Konzept Anleger reich machen wollen – gegen entsprechende Bezahlung natürlich.

Wir glauben, wie bisher auch, dass Immobilien ein solides Fundament für die Kapital-Anlage sind. Auch liefern Immobilien gute Erträge.

Völlig risikoarm sind Immobilien allerdings auf keinen Fall! Doch es gibt zum Glück Alternativen:

Immobilien-Aktien erlauben es immerhin, auch kleine Beträge zu investieren. Ein interessantes entsprechendes Unternehmen stellen wir Ihnen hier vor:

Deutsche Wohnen dreht ein großes Rad

Die Deutsche Wohnen AG gehört zu den führenden börsennotierten Wohnungs-Gesellschaften in Deutschland.

Das Kerngeschäft ist die Bewirtschaftung und Entwicklung von Wohnimmobilien. Das Portfolio umfasst rund 160.000 Einheiten im Wert von 15,7 Mrd. €.

Zu den Kernregionen gehören:

  • der Großraum Berlin,
  • die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main,
  • das Rheinland,
  • Dresden
  • sowie Hannover
  • und Braunschweig.

Die Deutsche Wohnen AG blickt nach einem gelungenen Jahresauftakt zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr:

Im 1. Quartal wurde der wiederkehrende operative Cashflow (FFO) um 11% auf 113 Mio. € gesteigert.

Die Basis des Wachstums bildete einen Anstieg der flächenbereinigten Mieteinnahmen um 3,3%. Die Leerstands-Quote lag mit 1,6% auf einem anhaltend niedrigen Niveau.

Das Portfolio umfasste per Ende März rund 160.000 Wohn- und Gewerbe-Einheiten mit einem Verkehrswert von rund 15,7 Mrd. €.

Nach Abzug der Verbindlichkeiten errechnet sich ein Netto-Anlagevermögen (NAV) von 10,5 Mrd. € bzw. 29,64 € je Aktie.

Ausblick

Im März schloss die Deutsche Wohnen AG eine Vereinbarung über den Erwerb von rund 4.200 weiteren Wohn- und Gewerbe-Einheiten in Berlin ab.

Die Finanzierung des Kaufpreises von 655 Mio. € erfolgt aus Wandelschuldverschreibungen.

Angesichts der erfreulichen Ergebnisse im 1. Quartal und der im April vollzogenen Akquisition der 4.200 neuen Einheiten erscheint die Prognose für 2017 konservativ:

Das Management plant mit einem Anstieg des FFO von 384 Mio. auf 425 Mio. €. Akquisitionen sind in der Planung nicht berücksichtigt.

Mit dem Fokus auf renditestarke Wohnimmobilien im Großraum Berlin und der im Branchen-Vergleich niedrigen Verschuldung hat die Deutsche Wohnen AG ein risikoarmes Geschäftsmodell.

Dieses bietet zugleich Potenzial für Wertsteigerungen.

Luft nach oben bei der Dividende

Bei der Dividende sehen wir im Hinblick auf den geplanten FFO pro Aktie weiterhin Luft nach oben.

Zudem erscheint die Ausschüttungsquote ausbaufähig. Die Aktie ist okay, aber kein Überflieger.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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