Immobilien mal anders

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Statt eine Wohnung zu kaufen, können Investoren auf ein ganzes Portfolio setzen. Das hat Vorteile und hält Anleger flexibel. (Foto: kurhan / Shutterstock.com)

Investieren Sie in Immobilien? Was über Jahre ein gutes Geschäft war, wird zunehmend schwieriger. Die Preise ziehen an und Verkäufer wollen zunehmend rausholen, was nur geht. Ohne eine große Expertise wird es schwer. Hinzu kommen Risiken, die mit der individuellen Lage zu tun haben –  kaum bricht ein guter Arbeitgeber in der Region weg, kann es vorbei sein, mit den erträumten langfristigen Mietrenditen.

Einfacher ist es da schon, direkt in Immobilienportfolios zu investieren. Beispielsweise per Aktie. Wie das geht? Mit Deutsche Wohnen zum Beispiel. Die Deutsche Wohnen AG gehört zu den führenden börsennotierten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Das Kerngeschäft ist die Bewirtschaftung und Entwicklung von Wohnimmobilien. Zu den Kernregionen gehören der Großraum Berlin, die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main, das Rheinland, Dresden sowie Hannover und Braunschweig.

Wachstumsmarkt Pflegeimmobilien

Deutsche Wohnen blickt auf einen guten Zwischenabschluss für die ersten 9 Monate 2018 zurück und stellt eine weitere Aufwertung des Immobilienbestandes in Aussicht. Von Januar bis September verdiente das Unternehmen rund 757 Mio € verglichen mit 706 Mio € im Vorjahreszeitraum. Insbesondere das gute Ergebnis aus der Wohnungsbewirtschaftung, aber auch ein verbessertes Finanzergebnis trugen zu der Gewinnsteigerung bei.

Das Portfolio umfasste rund 166.000 Wohnund Gewerbeeinheiten mit einem Verkehrswert von rund 20 Mrd € (ohne Pflege und Betreutes Wohnen). Die Qualität des Bestandes wird durch einen Anstieg der flächenbereinigten Mieten von 3,5% und einen anhaltend geringen Leerstand von 1,9% unterstrichen. Die Auslastung der Pflegeeinrichtungen der KATHARINENHOF lag bei 98%. Zudem steigen die Immobilien im Wert.

Für das 2. Halbjahr 2018 stellte das Management eine weitere Aufwertung des Immobilienbestandes um bis zu 1,5 Mrd € in Aussicht. Damit dürfte der Nettovermögenswert (NAV) von 37,76 € pro Aktie weiter zulegen. Auch extern will Deutsche Wohnen weiterwachsen. Der Bestand wurde im Berichtszeitraum um 5.600 Einheiten erweitert, während rund 1.500 veräußert wurden.

Was die Konkurrenz besser macht

Zum 1. Oktober 2018 wurden 30 weitere Pflegeeinrichtungen akquiriert. Zudem meldete das Unternehmen im Dezember den Kauf eines weiteren Blocks an der Karl-Marx-Allee in Berlin-Friedrichshain. „Wir glauben an Städte wie Berlin, Dresden und Leipzig und werden dort auch in Zukunft investieren“, so das Management. Die Aktie ist solide. Die Dividendenrendite liegt zwar nur bei 2%, allerdings ist das Geschäftsmodell ziemlich risikoarm. Ausgewiesene Dividendenjäger können zur Konkurrenz schauen und werden dort eher fündig.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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