PATRIZIA: Immobilien mal anders

Wenn Versicherer oder Sparkassen in Immobilien investieren wollen, liefert PATRIZIA die nötige Expertise – doch ist das ein gutes Geschäft? (Foto: Khongtham/ shutterstock.com)

Immobilien sind zunehmend auch für Versicherungen oder andere institutionelle Anleger lohnende Investments.

In der Niedrigzins-Phase suchen Anleger, die langfristig und sicher investieren wollen, nach geeigneten Objekten.

Firmen wie PATRIZIA unterstützen diese Investoren dabei.

Das macht die PATRIZIA Immobilien AG

Die PATRIZIA Immobilien AG bietet seit mehr als 30 Jahren das komplette Leistungs-Spektrum als Investor und Dienstleister rund um Wohn- und Gewerbe-Immobilien an.

Das Unternehmen betreut ein Immobilien-Vermögen von 19,1 Mrd. € als Co-Investor und Portfolio-Manager für diese Institutionen:

  • Versicherungen,
  • Altersvorsorge-Einrichtungen,
  • Staatsfonds
  • und Sparkassen.

Gute Geschäfte, rückläufige Erträge

PATRIZIA ist nach einem starken Jahres-Endgeschäft 2016 solide in das neue Jahr gestartet:

Europaweit wurden von Januar – März 2017 Immobilien-Transaktionen im Volumen von 0,9 Mrd. € abgeschlossen.

Zu den Akquisitionen zählten u. a. der Erwerb von knapp 400 Wohneinheiten in Kopenhagen und Aarhus in 2 Transaktionen.

Nach Abschluss des Bilanz-Stichtages meldete der Konzern eine Reihe weiterer Käufe, darunter

  • ein Quartier mit 20 Mieteinheiten in Mülheim an der Ruhr,
  • die Neubau-Entwicklung eines Studenten-Wohnheimes in Hamburg,
  • ein Wohnquartier mit 164 Wohnungen in Amsterdam
  • sowie 3 hochwertige Bürogebäude in Hamburg, Frankfurt am Main und Dortmund.

Die hohe Nachfrage von Investoren soll dazu beitragen, das verwaltete Immobilien-Vermögen bis zum Jahresende auf 20,6 Mrd. € zu steigern.

Gefährliche Blasenbildung bei vielen Anlageklassen – das erwartet uns alleImmer mehr Preise für verschiedene Anlageklassen steigen massiv an – es herrscht eine massive Bildung von Spekulationsblasen mit verheerenden Folgen. › mehr lesen

Das anhaltende Wachstum ließ die Verwaltungs-Gebühren im 1. Quartal um knapp 10% steigen.

Aufgrund geringerer transaktions- und erfolgsabhängigen Gebühren waren die sonstigen Erlöse jedoch rückläufig.

Geduld zahlt sich aus

Der Netto-Gewinn belief sich auf rund 6 Mio. €. Im Vorjahres-Quartal wurde durch den Verkauf des Harald-Portfolios ein außerordentlich hoher Gewinn von 213 Mio. € erzielt.

PATRIZIA hat die Prognose für das laufende Jahr bestätigt; demnach soll der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft zwischen 60 und 75 Mio. € betragen.

Der Vergleichswert aus 2016 beläuft sich auf 72 Mio. €.

Die schwer kalkulierbaren, transaktionsbasierten und erfolgsabhängigen Vergütungen sind in dieser Planung nicht berücksichtigt.

PATRIZIA ist eine sehr zyklische Aktie. Zwar wächst das verwaltete Vermögen stetig, doch schwanken die Erträge und sind damit nur schwer zu kalkulieren.

Anders als bei klassischen Immobilien-Gesellschaften hat PATRIZIA als Co-Investor und Portfolio-Manager ein anderes Geschäftsmodell.

Angesichts der nackten Zahlen und der schwer kalkulierbaren Zukunft nehmen wir von einem Investment besser Abstand.

Hinzu kommt, dass die Aktie nach sehr positiven Jahren inzwischen eine kleine Durststrecke eingeleitet hat.

Warten Sie bei PATRIZIA besser noch ab oder suchen Sie eine Alternative im Immobilien-Bereich!


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.