Immobilienboom in Deutschland zündet nächste Stufe

Der Immobilienboom in Deutschland ist schon jetzt klar zu spüren:

In vielen Metropolen des Landes sind die Preise in den vergangenen Jahren mehr oder weniger durch die Decke gegangen.

Der Mangel an alternativen Investment-Möglichkeiten hat immer mehr Interessenten in Immobilien getrieben.

Eine Frage von Angebot und Nachfrage

Der Mechanismus dahinter ist ganz einfach: Eine immer stärker steigende Nachfrage trifft auf ein begrenztes Angebot. Als Reaktion darauf müssen die Preise einfach steigen.

Und jetzt sieht es so aus, als ob der Immobilienboom die nächste Stufe zündet. Das gilt vor allen Dingen für die deutschen Großstädte wie Frankfurt, München oder Berlin.

Der Auslöser ist hier der BrExit.

Schon im Sommer direkt nach der Entscheidung gab es erste Befürchtungen, dass London als Finanzplatz an Bedeutung verlieren könnte und beispielsweise Frankfurt einer der Profiteure sein kann.

Solange jedoch noch nicht klar war, was tatsächlich mit Großbritannien passiert, blieb es auch in Frankfurt ruhig.

Viele Finanzfirmen werden Standort Frankfurt aufwerten

Doch jetzt ist klar wohin die Reise geht. Die britische Ministerpräsidentin Theresa May hat jetzt klargemacht, dass ihr Land den harten BrExit vorantreiben wird.

Für den Finanzplatz Frankfurt bedeutet dies sehr wahrscheinlich eine Aufwertung im Vergleich zu London.

So heißt es mittlerweile schon aus London, dass etliche große Finanz-Unternehmen über eine Verlagerung von Standorten nachdenken.

So gibt es eine aktuelle Prognose der Marktexperten von Frankfurt Main Finance die auf Sicht von 5 Jahren mit 10.000 neuen Arbeitsplätzen in Frankfurt rechnen – nur bezogen auf die Finanz-Industrie.

Das würde zum einen die Nachfrage nach Büroraum antreiben, aber natürlich auch die Nachfrage bei Wohnraum weiter vorantreiben.

Das ist nur ein Aspekt der die Preise nicht nur in der Region Frankfurt weiter steigen lassen wird.

Doch hier kann ich Sie nur warnen: Wer jetzt noch auf den fahrenden Immobilienzug in Deutschland aufspringt, ist einfach zu spät dran!

Die Preise sind jetzt schon auf einem extrem hohen Niveau. Die Gefahr für weitere Rückschläge ist jedoch deutlich größer.

Sobald die Zinsen nur etwas ansteigen, werden viele Finanzierung in Deutschland zusammenbrechen.

Zinswende wird Immobilienkäufer unter Druck setzen

Sie müssen eins wissen: Die extrem niedrigen Zinsen der vergangenen Jahre haben viele Immobilien-Käufer dazu genutzt neue Objekt zu erstehen.

Doch oft war es eben so, dass diese Objekte eigentlich schon viel zu teuer waren um sie zu finanzieren.

Einzig die niedrigen Zinsen haben dazu beigetragen, dass es überhaupt noch möglich war, solche Finanzierungen auf die Beine zu stellen.

Wenn jetzt aber Erstfinanzierungen auslaufen und dann neue Anschluss-Finanzierung getätigt werden müssen, wird das für viele Immobilienbesitzer nicht machbar sein.

Daher bleibe ich bei meiner Einschätzung: Immobilien sollten Sie als Anlageklasse meiden – außer das selbst bewohnte Eigentum.

24. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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