Impfstoffhoffnung treibt Kurse der Airlines an

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Kaum eine andere Branche leidet unter den Corona-Maßnahmen wie die Luftfahrt. Steigende Impfzahlen sorgen jetzt für Hoffnung. (Foto: IlkerErgun / Shutterstock.com)

Die weltweit zunehmende Zahl der Impfungen geben dem Markt weitere Hoffnung. Besonders Aktien, die durch die Corona-Krise gelitten haben, kommen wieder zurück. In der Luftfahrtindustrie sind dadurch schon einige Kurse über dem Vorkrisenniveau. Ryanair und Alaska Air Group haben das Vorkrisenniveau schon überwunden, und Werte wie die Lufthansa und easyJet sind auf dem besten Weg dorthin.

Auf der anderen Seite sehen wir durch die Bank negative Geschäftszahlen. Alle Luftfahrtunternehmen haben 2020 ein negatives Ergebnis abgeliefert und massiv Schulden angehäuft. Die Umsätze fielen bei allen Unternehmen um über 50%, American Airlines musste die Kapazität der Flotte sogar erheblich eindämmen. Auch Southwest Airlines und Alaska Air haben die Flotten umstrukturiert, um die gleichen Umsätze mit weniger Kosten zu erzielen. Für diese kapitalintensiven Maßnahmen mussten hohe Schulden aufgenommen werden, die auf die Margen drücken werden.

Kleinere Flotten bei höheren Ausgaben für Zinsen führen vorerst zu niedrigerem Umsatz und kleineren Margen, wodurch die Unternehmen möglicherweise Jahre brauchen, um am Gewinnniveau von vor der Krise zu kratzen. Einige Kursniveaus könnten auch mit einem Risiko behaftet sein, denn die Unternehmen sind anhand vieler Kennzahlen überbewertet.

Erneutes Flugverbot wegen technischer Mängel

Dutzende Flugzeuge vom Typ Boeing 777 wurden von der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde mit einem Flugverbot versehen. Bei einer Turbine kam es zu einem Schaden, wodurch diese in Brand geraten ist und Teile verloren hatte, die in einem Garten in einem Vorort von Denver gefunden wurden. Die Turbine der Marke Pratt & Whitney, einer Sparte von Raytheon Technologies, hatte einen Motorfehler und zwang die Maschine von United Airlines zu einer Notlandung.

Im Dezember gab es schon einen ähnlichen Vorfall bei Japan Airlines, bei dem Rotoren des Motors beschädigt wurden. United Airlines hat anschließend alle 24 Maschinen außer Betrieb genommen. Die Turbine wird hauptsächlich bei älteren Modellen verwendet und betrifft somit keine Maschinen der Lufthansa. Jedoch ist dies ein weiterer Rückschlag für die Luftfahrtindustrie.

Nachdem die Boeing 737 MAX über ein Jahr nicht fliegen durfte, folgt ein weiteres Flugverbot der Luftfahrtbehörde für eine Boeing-Maschine. Viele Luftfahrtunternehmen haben bereits Bestellungen von Boeing zu Airbus verschoben.

Wiedergeburt der Concorde

Die Nachrichten von einer neuen Generation an Überschall-Flugzeugen häufen sich. Nach Absturz der Concorde von Air France im Jahr 2000 wurde das Überschall-Flugzeug drei Jahre später ausgemustert. Die russische Flugzeugbau-Holding UAC will in einem Joint Venture mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ein neues Überschall-Flugzeug entwickeln. In den USA sorgt das Start-up Boom Supersonic für Aufsehen. In diesem Jahr soll das erste Flugzeug in die Lüfte gehen und als Vorgänger eines Passagier-Flugzeugs dienen.

Unterstützt wird das Unternehmen von künftigen Kunden. Japan Airlines hat bereits 20 Flugzeuge angezahlt, um die Entwicklung zu unterstützen. Boom Supersonic will sein erstes Überschall-Passagier-Flugzeug 2025 auf den Markt bringen.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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