„In gold we trust”: Wichtige Goldstudie veröffentlicht

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Einmal im Jahr erscheint die wichtige Studie „In gold we trust“. Jetzt ist die aktuelle Ausgabe da und die Analyse von Ronald Stöferle bringt wieder viele spannende Aspekte, die ich Ihnen heute vorstelle. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Einmal im Jahr erscheint eine mittlerweile weltweit beachtete Studie zur aktuellen Marktlage beim Gold. Sie trägt den markigen Titel „In gold we trust“. In diesen Tagen ist die aktuelle Ausgabe erschienen – und ich werde Ihnen gleich in 2 Ausgaben die Kernpunkte vorstellen – denn die sind so vielschichtig, dass es sich wirklich lohnt genauer hinzuschauen.

Hinter dem Report steht das Team um Ronald Stöferle, den ich auch schon persönlich kennengelernt habe und der auf zahlreichen Vorträgen immer wieder seine exzellenten Kenntnisse des Goldmarkts unter Beweis gestellt hat.

Dabei gehört er nicht in die Kategorie der dauerhaften Gold-Optimisten. Es schätzt die Marktlage realistisch ein – und genau das gefällt mir so an den fundierten Analysen. Ein wichtiger Punkt ist die Rolle von Gold und Minenaktien in der massiven Korrekturphase im 4. Quartal2018. Laut Stöferle haben „Gold- und Minenaktien sich erneut als hervorragende Diversifikatoren bei Einbrüchen an den Börsen ausgezeichnet.“

Minenaktien waren 2018 deutlich besser als Gold

Laut Stöferle war vor allem das 4. Quartal 2018 interessant, „als nahezu jede Anlageklasse abverkauft wurde.“ So notierte der S&P 500 in den ersten drei Quartalen noch komfortable 9% im Plus, ehe im Oktober ein Sell-Off einsetzte und im Dezember in der schwächsten Performance seit der Großen Depression kulminierte. Auf Sektorenbasis konnten von den 121 Industriegruppen im S&P 500 lediglich 7 eine positive Performance ausweisen. Gold verbuchte dagegen ein Plus von 8,1%. An der Spitze: Minenaktien mit einem Plus von 13,7%. Gold hat also neuerlich seine Eigenschaft als exzellenter Diversifikator bewiesen.

Hinzu kommt als zweiter wichtiger Punkt, dass Gold die Aktienmärkte 2018 klar geschlagen hat. Wichtig ist für Stöferle dabei die Betrachtung in lokaler Währung – denn so wird der verzerrende Effekt des US-Dollars herausgenommen. „Für Deutschland gab es so 2018 beim Gold ein Plus von 3% in Euro, während der DAX ein Minus von beachtlichen 20% eingefahren hat. Ähnlich sah es zudem in Österreich mit einem Plus von 3% und einem Minus beim ATX von sogar 21% aus.

Notenbanken stocken Goldpositionen auf

Schon seit Jahren hat Stöferle mit seinem Team einen weiteren wichtigen Aspekt im Blick: Die Rolle der Notenbanken. Und 2018 haben die massiv zugenommen. Dabei wertet Gold-Experte Stöferle „die Goldkäufe der Notenbanken als Zeichen des Misstrauens gegen die US-Dollar-zentrische Währungsordnung.“

Fakt ist: Mit 657 Tonnen haben 2018 die Zentralbanken die größten Zukäufe beim Gold seit 1971 getätigt. In dem Jahr endete das Bretton Woods Abkommen und der Goldmarkt wurde liberalisiert. Dieser Trend hat sich zudem laut aktueller Daten auch im ersten Quartal 2019 weiter fortgesetzt.

So weit einige wichtige Aspekte der neuen Studie „In gold we trust“. Weitere wichtige Daten und auch Meinungen zur weiteren Entwicklung erhalten Sie in einer der nächsten Ausgaben.

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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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