Indus: Erfolgreicher Mittelständler verstärkt sein Portfolio

Der im SDax notierte deutsche Mittelständler Indus Holding hat in dieser Woche mitgeteilt, dass der Konzern sein Beteiligungs-Portfolio durch den Kauf eines Spezialisten für Messtechnik verstärkt hat.

Indus erwirbt rund 76% an der m+p international Mess- und Rechnertechnik GmbH.

Dieses Unternehmen ist in Hannover ansässig und auf Mess- und Testsysteme zur Schwingungs-Prüfung und -analyse spezialisiert.

Die m+p GmbH beschäftigt derzeit 63 Mitarbeiter und hat im vergangenen Geschäftsjahr einen vorläufigen Umsatz von rund 12 Mio. € erzielt.

Nach Deutschland zählen Amerika und China zu den wichtigsten Absatzmärkten des Unternehmens.

Da es sich bei Indus, wenn Sie so wollen, um einen „Bilderbuch-Vertreter“ des deutschen Mittelstands handelt, möchte ich Ihnen die Firma jetzt noch ausführlich vorstellen.

Die Indus Holding im Portrait

Die Indus Holding bezeichnet sich selbst als den Spezialisten in Deutschland für Mittelstands-Beteiligungen.

Zum Portfolio des Konzerns zählen mehr als 40 mittelständische Firmen aus dem deutschsprachigen Raum, die in 5 Segmente unterteilt sind und rund 8.400 Mitarbeiter beschäftigen.

Die 5 Segmente, in denen die Indus-Beteiligungen tätig sind, reichen von Bau und Infrastruktur über Fahrzeug-Technik bis hin zu Maschinen- und Anlagenbau.

Auch ist Indus über seine Beteiligungen in den Bereichen Medizin- und Gesundheits-Technik sowie Metalltechnik engagiert.

Der Konzern blickt auf fast 30 Jahre Erfahrung im Beteiligungs-Geschäft zurück und ist seit fast 22 Jahren börsennotiert.

Die Indus Holding zählt mit einem Umsatz von knapp 1,4 Mrd. € im Geschäftsjahr 2015 (Zahlen für 2016 liegen noch nicht vor) zu den „unbekannten“ Marktführern in Deutschland.

Manch einer würde vielleicht sagen, dass ein Unternehmen mit einem so hohen Jahres-Umsatz gar kein mittelständisches ist; und doch steht die Indus Holding für Mittelstand pur.

Der Grund dafür ist, dass die Firmen, die zum Beteiligungs-Portfolio der Indus Holding zählen, den klassischen Mittelstand hinsichtlich der Umsatz-Höhe und Mitarbeiter-Zahlen repräsentieren.

Der Fokus liegt auf Hidden Champions

Der Fokus der Indus Holding liegt auf sogenannten Hidden Champions.

Hinter diesem Begriff steckt Folgendes: Indus sucht Unternehmen, die sich erfolgreich in einer Nische positioniert haben, in der sie bestenfalls sogar Weltmarktführer sind.

Die Unternehmen sollen hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Mitarbeiterzahl eine bestimmte Größenordnung nicht über- oder unterschreiten.

Der ideale Kandidat für das Indus-Portfolio:

  • kommt auf einen Jahres-Umsatz von 20 – 100 Mio. €,
  • erzielt einen operativen Jahres-Gewinn von 2 – 10 Mio. €,
  • verfügt über eine Eigenkapitalquote von über 30%,
  • besitzt ein erfolgreiches Produkt-Programm
  • und ist in seiner Nische der Marktführer.

Durch die Konzentration auf kleine mittelständische Perlen stellt die Indus Holding sicher, dass sie sich nicht in Bieterkämpfe verstricken muss.

Denn diese Unternehmen befinden sich aufgrund ihrer Größe unter dem Radar der großen Finanz-Investoren und sind somit unentdeckt (der englische Begriff ist „hidden“).

Fazit

„Unsere Anleger beteiligen sich mit ihrer Aktie am Querschnitt des deutschen Mittelstands“, hieß es einmal seitens der Indus Holding.

Und tatsächlich: Die Indus-Aktie ist eine gute Möglichkeit, mit nur einer Aktie gleich auf mehrere deutsche Mittelständler zu setzen.

3. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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