Indus Holding: Beteiligungsgesellschaft wächst weiterhin

Vor wenigen Tagen präsentierte die mittelständische Beteiligungsholding Indus vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015.

Bevor ich gleich im Detail auf die vorläufigen Geschäftszahlen eingehe, möchte ich Ihnen das Unternehmen Indus kurz vorstellen, da ich überzeugt bin, dass bei weitem nicht jeder von Ihnen mit dem Geschäftsmodell von Indus vertraut ist.

Die Indus Holding im Kurzportrait

Die Indus Holding AG wurde im Jahr 1989 von Winfried Kill gegründet. Kill hatte ab dem Jahr 1985 begonnen, Beteiligungen an mittelständische Unternehmen zu erwerben. Seit 1995 ist die Gesellschaft börsennotiert. Indus ist derzeit an über 40 Unternehmen in 5 Segmenten beteiligt.

Die Segmente sind Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik/Engineering, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik, Metalltechnik.

Das schreibt Indus über sich selbst auf der Firmenhomepage unter der Rubrik „Willkommen bei Indus“:

„Indus ist der führende Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung und -entwicklung im deutschsprachigen Mittelstand. Wir erwerben überwiegend inhabergeführte Gesellschaften und unterstützen sie mit langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Entwicklung. Unsere Töchter zeichnen sich besonders durch ihre starke Stellung in speziellen Nischenmärkten aus. Als wachstumsorientierter Finanzinvestor stellen wir sicher, dass unsere Unternehmen ihre besondere Stärke, ihre mittelständische Identität, bewahren.“

Die vorläufigen 2015er-Zahlen im Überblick

Das im Nebenwerte-Index SDax notierte Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2015 seine selbst gesteckten Ziele sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertreffen.

In Aussicht gestellt hatte die in Bergisch Gladbach bei Köln ansässige Beteiligungsgesellschaft einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro und einen operativen Gewinn (EBIT) zwischen 125 und 130 Mio. Euro.

Tatsächlich erreichte das Unternehmen jedoch einen Umsatz von 1,388 Mrd. Euro und ein EBIT von 136 Mio. Euro. Die Vorjahreswerte lagen bei 1,256 Mrd. Euro (Umsatz) und 127 Mio. Euro (EBIT).

Das bereinigte EBIT – also nach Bilanzierungseffekten aus Unternehmenskäufen – summierte sich sogar auf 146 Mio. Euro nach 135 Mio. Euro im Vorjahr. Dieses Ergebnis ist gleichbedeutend mit einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 10,5%. Erfreulich ist zudem, dass die jüngste Tendenz deutlich nach oben zeigt. Denn im Abschlussquartal des Geschäftsjahres 2015 erreichte Indus einen absoluten Rekordwert auf Quartalsebene.

Zu den Details des vergangenen Geschäftsjahres will sich Indus im Rahmen der offiziellen Bilanzvorlage Mitte April äußern. Da das Unternehmen sich bislang noch nicht zum Thema Dividende geäußert hat, müssen Sie als Anleger sich wohl noch bis Mitte April gedulden, bis konkrete Angaben zur Höhe der Ausschüttung gemacht werden.

Die Strategie der Indus Holding, sich an starken Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand zu beteiligen und diese weiterzuentwickeln, war in den vergangenen Jahren überaus erfolgreich. So konnte die Indus-Aktie in den zurückliegenden Jahren den SDax deutlich abhängen. Und vieles spricht dafür, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.

10. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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