Indus Holding mit soliden Zahlen

Mann Kurse Zettel Rechner Tisch – Rawpixel.com – shutterstock_613049738

Die mittelständische Beteiligungs-Holding Indus hat heute solide Zahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr vorgelegt. (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Der im SDax notierte deutsche Mittelständler Indus Holding hat heute vorläufige Zahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr 2018 vorgelegt. Die Zahlen können sich sehen lassen, dies sei vorab schon einmal verraten. Mehr zu den Zahlen aber gleich. Zunächst aber einige Worte zum Unternehmen und zum Geschäftsmodell.

Die Indus Holding bezeichnet sich selbst als den Spezialisten in Deutschland für Mittelstands-Beteiligungen. Zum Portfolio des Konzerns zählen mehr als 40 mittelständische Firmen aus dem deutschsprachigen Raum, die in 5 Segmente unterteilt sind.

Die 5 Segmente, in denen die Indus-Beteiligungen tätig sind, reichen von Bau und Infrastruktur über Fahrzeug-Technik bis hin zu Maschinen- und Anlagenbau. Auch ist Indus über seine Beteiligungen in den Bereichen Medizin- und Gesundheits-Technik sowie Metalltechnik engagiert.

Die Indus Holding zählt mit einem Umsatz von gut 1,7 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2018 zu den unbekannten Marktführern in Deutschland. Manch einer würde vielleicht sagen, dass ein Unternehmen mit einem so hohen Jahresumsatz gar kein mittelständisches ist; und doch steht die Indus Holding für Mittelstand pur.

Indus: Fokus liegt auf Hidden Champions

Der Fokus der Indus Holding liegt auf sogenannten Hidden Champions. Hinter diesem Begriff steckt Folgendes: Indus sucht Unternehmen, die sich erfolgreich in einer Nische positioniert haben, in der sie bestenfalls sogar Weltmarktführer sind.

Die Unternehmen sollen hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Mitarbeiterzahl eine bestimmte Größenordnung nicht über- oder unterschreiten.

Stift Tablet – shutterstock_525817939 phongphan

Der deutsche Mittelstand als AktieKleine Unternehmen wachsen oft stärker als große. Doch wie investieren? Wir hätten da eine Idee für Sie! › mehr lesen

Durch die Konzentration auf kleine mittelständische Perlen stellt die Indus Holding sicher, dass sie sich nicht in Bieterkämpfe verstricken muss. Denn diese Unternehmen befinden sich aufgrund ihrer Größe unter dem Radar der großen Finanz-Investoren und sind somit unentdeckt (der englische Begriff ist hidden).

Die jüngsten Zahlen im Überblick

Nach den vorläufigen noch ungeprüften Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 hat Indus die eigenen Umsatzziele klar erreicht. Die Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr lag bei einem Umsatz von 1,65 bis 1,7 Mrd. Euro.

Gemäß vorläufiger Zahlen lag der Umsatz bei 1,71 Mrd. Euro (nach 1,64 Mrd. Euro im Vorjahr). 4 der 5 Segmente entwickelten sich dabei überaus solide. Ein sehr erfreuliches Wachstum beim Umsatz und ein hohes Ergebnisniveau verzeichnete wiederholt das Segment Bau/Infrastruktur. Auch das Segment Metalltechnik konnte im Jahresvergleich zulegen. Die bekannte Schwäche im Segment Fahrzeugtechnik setzte sich dagegen fort.

Der operative Gewinn (EBIT) der Indus-Gruppe lag mit 151 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 152,9 Mio. Euro und auch unter der Prognose von 154 bis 160 Euro.

„Auch wenn Experten im laufenden Jahr eine leichte Abschwächung der konjunkturellen Wachstumsdynamik prognostizieren, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2019 mit einer Umsatz- und einer Ergebnissteigerung. Auch für Zukäufe sieht es wieder besser aus“, sagt Indus-Chef Dr. Johannes Schmidt.

Fazit: Mit einer Aktie auf mehrere deutsche Mittelständler setzen

„Unsere Anleger beteiligen sich mit ihrer Aktie am Querschnitt des deutschen Mittelstands“, heißt es seitens der Indus Holding. Und tatsächlich: Die Indus-Aktie ist eine gute Möglichkeit, mit nur einer Aktie gleich auf mehrere deutsche Mittelständler zu setzen. Aktuell ist die Indus-Aktie meines Erachtens alles andere als zu teuer.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.