Industrie bleibt Sorgenkind der deutschen Wirtschaft

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Die Stimmung in der deutschen Industrie ist nach wie vor schlecht. Die Unternehmen schauen so skeptisch wie seit Ende 2012 nicht mehr in die Zukunft. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Die deutsche Industrie kommt auch im zweiten Quartal des Jahres 2019 nicht in Fahrt. Selbst bei den verantwortlichen Politikern in Berlin wird kaum noch über den angeblichen XXL-Aufschwung gesprochen. Wie auch immer, die Agentur Reuters berichtete jüngst von einer aktuellen Umfrage des Instituts IHS Markit unter 500 Unternehmen. Tenor war, dass unter dem Strich die Unternehmen so skeptisch wie seit Ende 2012 nicht mehr in die Zukunft blicken.

Autoindustrie mit Problemen

Sehr spannend in dem Kontext ist, dass es wohl vor allem die erheblichen Turbulenzen in der Schlüsselindustrie Deutschlands sind, die belastend wirken. IHS Markit betonte, dass es allen voran die Probleme der Autobranche seien, die nach wie vor Schockwellen durch das verarbeitende Gewerbe Deutschlands senden würden.

Seien es nun Elektronikhersteller, die Maschinenbauer oder die chemische und metallverarbeitende Industrie; fast sämtliche Unternehmen aus nahezu allen Teilsektoren des verarbeitenden Gewerbes spüren die drastischen Folgen der Abschwächung der deutschen Autokonjunktur.

Eine wirklich nachhaltige Wende ist derweil nicht in Sicht. Im Gegenteil, momentan ist nach wie vor der Schrumpfprozess im vollen Gange. Der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg zwar zuletzt erstmals seit neun Monaten. Und zwar um magere 0,3 auf 44,4 Punkte. Der Index steht aber nach wie vor deutlich unter dem eminent wichtigen Wert von 50. Ab 50 wird ja wieder Wachstum angezeigt. Seit dem Beginn des Jahres 2019 liegt der Index nun schon unter dieser Schwelle.

Ja, liebe Leser, sollte diese Schwäche länger als erwartet anhalten, dürften ganz andere Punkte auf die Agenda kommen. Interessant ist jedenfalls, dass schon jetzt davon die Rede ist, dass die Unternehmen mit mehr Vorsicht in der Personalplanung agieren würden. Phil Smith vom Markit-Institut meinte sogar, dass durchaus die Gefahr noch drastischerer Stellenkürzungen bestehen würde. Und zwar für den Fall, dass die Nachfrage in den kommenden Monaten nicht spürbar anzieht.

Es dürfte also nurmehr eine Frage der Zeit sein, ehe die Schwächephase auch am deutschen Arbeitsmarkt ankommen wird. Momentan ist ja immer noch von einer relativ robusten Entwicklung am Arbeitsmarkt die Rede.

Das könnte sich aber spätestens im zweiten Halbjahr ändern. Fest steht, dass die Verantwortlichen in Berlin alles andere als auf einen Abschwung am Arbeitsmarkt vorbereitet sind. Die Bundesrepublik ist keinesfalls krisenfest aufgestellt. Höchste Zeit also, dass zumindest Sie Ihr Vermögen krisen- und wetterfest machen.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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