Industriemetalle: 2016 – das Jahr der großen Preissteigerungen

Der Sektor der Industriemetalle hat 2016 einige große Überraschungen gebracht.

Lithium und Kobalt 2016 durch die Decke gegangen

Das gilt v. a. für die Preise von Lithium und Kobalt. Diese Preise sind explodiert.

Oder wie würden Sie einen Preisanstieg von mehr als 120% beim Lithium in nur 1 Jahr nennen? Beim Kobalt ist der Preis immerhin noch um 50% im Vergleich zum Jahrestief angestiegen.

Aber die Industriemetalle umfassen noch viele weitere Rohstoffe – die zuletzt ebenfalls Schlagzeilen gemacht haben:

Kupfer ist sicherlich das wichtigste Industriemetall und hat in den vergangenen Wochen einen Boom erlebt.

Doch mehr im Hintergrund spielt sich die Entwicklung beim Zink ab. Dabei ist dies eines der vielseitigsten Industriemetalle mit einer Vielzahl an Anwendungen.

Zunächst wird Zink als Korrosionsschutz in der Galvanik eingesetzt, um z. B. Eisen zu schützen.

Zinkoxid hingegen ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Gummi-Produktion oder auch in kosmetischen Produkten und Arzneimitteln.

Zink: Defizit stützt aktuell die Preise

Allein an diesem kleinen Überblick erkennen Sie schon: Zink ist sehr wichtig für unseren Alltag.

Daher ist das Zink-Angebot normalerweise auch immer in ausreichendem Maß vorhanden – weil es eben so viele verschiedene Branchen gibt, die darauf angewiesen sind.

Der massive Preisabsturz im vergangenen Jahr hat jedoch zu einer klaren Verschiebung auf dem Zinkmarkt geführt:

Viele Minen mussten wegen der zu niedrigen Preise geschlossen werden. Daher befindet sich der Markt aktuell in einem Defizit – und ein solches Szenario ist naturgemäß die Basis für stark steigende Preise.

Genau das erleben wir derzeit beim Zink. Seit dem Mehrjahrestief im Februar 2016 ist der Zinkpreis massiv angestiegen. Gleichzeitig sind die Lagebestände massiv geschrumpft.

Wie geht es weiter am Zinkmarkt?

Die Frage ist nun: Wann wird sich der Zinkmarkt wieder ausgleichen? Eine klare Antwort darauf ist schwierig.

Aber eine Sache ist schon deutlich:  Im laufenden Jahr wieder der Zinkmarkt wohl ein massives Defizit von immerhin rund 900.000 t aufweisen.

Das sind Daten der Experten von SMM Information & Technology. Sollte sich das Defizit auch 2017 fortsetzen, wäre das die Basis für weiterhin hohe Preise.

5. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Heiko Böhmer. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt