Industriemetalle: Kein Ende des Preisanstiegs in Sicht – So verdienen Sie mit

Industriemetalle: Kein Ende des Preisanstiegs in Sicht – So verdienen Sie mit

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Ein „Geldanlage-Berater“-Beitrag von Heiko Böhmer. Er ist Chefredakteur des „Privatfinanz-Letters“, einem täglichen E-Mail-Newsletter, in dem er seit mehr als 3 Jahren schwerpunktmäßig die Themen Rohstoffe und Emerging Markets immer wieder aufgreift.

Auf einen Blick: Industriemetalle – Chancen und Risiken

Aluminium, Kupfer, Nickel und Zink. Diese Faktoren bestimmen die weitere Preisentwicklung dieser Rohstoffe:

Chancen:

  • Die Nachfrage aus den boomenden Schwellenländern ist ungebrochen.

  • Die Nachfrage wächst wesentlich schneller als das Angebot. Denn die Erschließung neuer Fördergebiete nimmt viel Zeit in Anspruch.

  • Die Lagerbestände der meisten Industriemetalle befinden sich auf einem niedrigen Niveau.

  • Bei Aufbereitung und Transport der Metalle treten Engpässe auf, was die Lieferungen immer wieder verzögert.

Risiken:

  • Nach dem starken Preisanstieg der vergangenen Jahre besteht die Gefahr einer kurzfristigen Korrektur.

  • Die anhaltende Dollarschwäche belastet die Performance in Euro, da alle Rohstoffe in US-Dollar notieren.

  • Die Nachfrage ist stark von den Schwellenländern abhängig. Falls deren Wachstumsdynamik abnimmt, würde das die Preise für Industriemetalle belasten.

Rohstoffe – der Superzyklus geht weiter

Die Rohstoffhausse dauert schon annähernd 6 Jahre. Da Rohstoff-Zyklen in der Regel noch wesentlich länger andauern (bis zu 20 Jahre), wird sich die positive Bewegung auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Rohstoff-Investments gehören deshalb weiterhin in jedes Depot.

Viele Anleger entdecken diese Anlageklasse erst jetzt. Aber es ist noch nicht zu spät, mit Rohstoff-Anlagen lukrative Renditen zu erzielen. In diesem Beitrag lesen Sie, welche Industriemetalle Ihnen derzeit die besten Chancen bieten und mit welchen Investitionen Sie davon profitieren.

Ausgezeichnete Aussichten für Industriemetalle

Zu den aussichtsreichsten Rohstoffen zählen die Industriemetalle. Die anhaltend hohe industrielle Nachfrage und der umfassende Aufbau einer Infrastruktur in den Boomländern Asiens werden noch auf Jahre hinaus die Preise vor massiven Einbrüchen schützen.

Ebenso haben sich in verschiedenen Märkten, hierzu gehören auch die Industriemetalle, Engpässe sowohl bei der Produktion wie auch beim Transport und der Verarbeitung herausgebildet. Das sollte die Preise mittelfristig abstützen, denn Minenanlagen für Industriemetalle brauchen oft Jahre bis zur Fertigstellung.

Mit der Beimischung von Rohstoffen verbessern Sie die Diversifikation Ihres Depots

Neben guten Renditechancen bieten Ihnen Rohstoffe einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil: Mit der Beimischung von Rohstoff-Investments verbessern Sie die Diversifikation (Risikostreuung) Ihres Depots und reduzieren damit Ihr Risiko.

Die institutionellen Anleger haben es schon längst erkannt: Rohstoffe weisen eine geringe Korrelation (Abhängigkeit der Kursverläufe) mit anderen Anlageformen auf, insbesondere mit Aktien. Zum einen liegt das am positiven Verlauf der Preise für Rohstoffe in einer inflationären Phase. Auf der anderen Seite führen hohe Rohstoffpreise zu Belastungen für Unternehmen. Ob nun durch hohe Benzinoder Stahlpreise: Aktien- und Anleihenkurse geraten leichter unter Druck. Somit dürfen Rohstoffe in keinem gut diversifizierten Depot fehlen.

Die 4 wichtigsten Industriemetalle im Überblick

Von kaum einer Rohstoffgruppe sind wir im alltäglichen Leben so umgeben, wie von den Industriemetallen. Ob Aluminium im Auto oder Stahl als Bauträger oder Kupfer in Stromleitungen: Überall spielen Industriemetalle eine große Rolle.

Ein weiterer bedeutender Faktor beim Thema Industriemetalle ist China und Indien: Wo die Infrastruktur aufgebaut wird, da ist naturgemäß der Bedarf an Metallen groß. Das Ergebnis ist schon seit Jahren an deutlich steigenden Preisen und ständig rückläufigen Lagerbeständen ablesbar. Bei diesen Voraussetzungen lohnt sich auch jetzt noch der Einstieg in diese Anlageklasse, sogar bei einem nachlassenden Wirtschaftswachstum.

Aluminium: Leicht und beliebt

Aluminium ist ein relativ weiches Leichtmetall, das in reiner Form silberweiß sowie sehr dehnbar und verformbar ist. Auf Grund seiner Beschaffenheit kann es zu feinen Drähten gezogen und zu dünnen Blechen und feinen Folien gewalzt werden. Ähnlich wie Kupfer und Silber besitzt Aluminium eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit und eine gute Wärmeleitfähigkeit. Zusätzlich ist es rostfrei.

Eine Zahl verdeutlicht, warum der Preis in den vergangenen Jahren so enorm gestiegen ist: Innerhalb von nur 4 Jahren hat sich der Aluminiumverbrauch in China vervierfacht.

Gleichzeitig ist der Bedarf in den etablierten Industriestaaten ebenfalls hoch geblieben. Sollte die Entwicklung so weitergehen, wird der Preis für Aluminium langfristig noch viel höher steigen. In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Aluminium bei rund 20 Kilogramm. In China sind es erst 5 Kilogramm. In den kommenden Jahren wird sich dieser Wert weiter dem der Industriestaaten angleichen. Die stark steigende Nachfrage wird dem Aluminiumpreis langfristig Auftrieb geben.

Kupfer: Das begehrteste Industriemetall

Reines Kupfer ist hellrot und ein gut schmiedbares Schwermetall. Auf Grund seiner Beschaffenheit lässt es sich zu hauchdünnen Folien und Draht formen. Die elektrische Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit werden nur von Silber übertroffen. Zusätzlich ist Kupfer biostatisch, sodass sich Bakterien nicht auf der Oberfläche vermehren können. Insgesamt ist Kupfer äußerst haltbar und kann ohne Qualitätsverlust durch Recycling wiedergewonnen werden. Wegen seiner guten elektrischen Leitfähigkeit wird Kupfer zu Drähten und Stromschienen verarbeitet.

Gemessen am Handelsvolumen ist Kupfer das wichtigste Industriemetall. 2007 wurden weltweit nach Angaben der International Copper Study Group knapp über 18 Mio. Tonnen verbraucht. Größter Nachfrager ist der Bausektor mit einem Anteil von annähernd 40% gefolgt von der Elektroindustrie mit 26%. In diesem Sektor wird Kupfer vor allem als Leitmetall eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Industriemaschinen (16%) und Konsumgüter und der Transportbereich mit jeweils 11%.

Unter den Kupferproduzenten nimmt Chile vor den USA die Nummer eins ein. Wie bei vielen anderen Rohstoffen auch, steht China auf der Verbraucherseite auf Platz eins. Das führte seit rund 3 Jahren immer wieder zu heftigen Preisschüben. Schon vor 2 Jahren hat es aufgrund des steigenden Preises erste Initiativen gegeben, um neue Minen zu erschließen. Daher ist mittelfristig mit einer Entspannung zu rechnen, sodass es schon in einigen Jahren ein größeres Angebot geben sollte.

Nach Schätzungen der Kupferstudiengruppe wird die jährliche Minenkapazität bis zum Jahr 2008 auf 18 Mio. Tonnen anwachsen. Das entspricht einem Wachstum von 3,2 Mio. Tonnen im Vergleich zu 2004. Doch ein leichtes Angebotsdefizit wird dem Kupfermarkt wohl erhalten bleiben.

Nickel: Bereit für neuen Preisaufschwung

Ähnlich wie Eisen lässt sich Nickel relativ gut schmieden, zu Blech walzen oder zu Draht ausziehen. Bei höheren Temperaturen nimmt fein verteiltes Nickel große Mengen an Wasserstoff auf. Zusätzlich ist es ein Spurenelement, das vom menschlichen Organismus in sehr geringen Dosen benötigt wird.

Nickel ist als Industriemetall weltweit begehrt. Der Hauptvorteil liegt darin, dass es nicht rostet und zusätzlich auch unter extremen Temperaturen seine Eigenschaften bewahrt. Aktuell werden rund 2/3 der weltweiten Produktion für die Herstellung von rostfreiem Stahl verwendet, dessen Haltbarkeit und Härte so verbessert werden können.

Die Einsatzmöglichkeiten von Nickel sind vielfältig. Dazu zählen die Auto-, Chemie- und Maschinenindustrie. Der starke Preisanstieg speist sich vor allem aus der nur langsamen Ausweitung des Nickelangebots zusammen mit einem kräftigen Nachfrageschub aus China. So stieg der Nickelkonsum in China seit 2005 um mehr als 20%.

Nach Angaben der internationalen Nickelstudiengruppe wurden 2007 1,44 Mio. Tonnen Nickel produziert. Im laufenden Jahr soll die Produktionsmenge um rund 7% auf 1,54 Mio. Tonnen steigen. Bei der Nachfrage steht jedoch ein Anstieg um rund 13% auf 1,47 Mio. Tonnen bevor. Damit wird die Produktion wohl noch leicht über der Nachfrage liegen, aber das stärkere Wachstum bei der Nachfrage wird das Preisniveau in diesem Jahr sicherlich stützen.

Zink: Neue Minen sorgen für Entspannung

Nach Eisen, Kupfer und Aluminium ist Zink das am häufigsten verarbeitete Metall. Bei Temperaturen von mehr als 120 °C ändert es seine Beschaffenheit und wird weich und dehnbar. Ähnlich wie Zinn besitzt es eine relativ niedrige Schmelztemperatur. Das Metall wird als Rohstoff schon lange geschätzt: In früheren Zeiten wurde Zink als Legierung mit Kupfer für die Herstellung von Messing benutzt.

Heutzutage ist Zink vor allem für das sogenannte Galvanisieren wichtig. Durch das Verzinken werden Eisen und Stahl zusätzlich gegen die Oxidation geschützt. Daher findet Zink vor allem im Maschinen- und Bausektor Verwendung. Ebenso wichtig sind die Autoindustrie und der Einsatz in Haushaltsgeräten.

Gefördert wird Zink in der Regel als Nebenprodukt von Blei, Kupfer oder Silber. China, Kanada, Japan, Australien und Südkorea sind die größten Zink produzierenden Länder der Welt. Dabei stammen rund 40% der globalen Produktion aus Asien und etwa 30% aus Europa.

Unter den Industriemetallen erhielt Zink bisher wenig Beachtung. Doch derzeit übersteigt die Nachfrage das Angebot. Und wie bei den anderen Industriemetallen auch, sorgen bei Zink die Boomländer China und Indien für den Nachfrageschub. So hat China 2007 den Zinkimport extrem gesteigert. Und das obwohl China selbst rund ¼ des globalen Verbrauchs an Zink selbst produziert. Viele Metallproduzenten haben in den zurückliegenden Jahrzehnten die Zinkproduktion drastisch reduziert. Zusätzlich wurden zu wenig neue Minen geplant.

Hier deutet sich jedoch für 2008 eine Entspannung ab. So erwartet die International Zinc Study Group (ILZSG) einen Anstieg der Minenproduktion um rund 10% auf 12,08 Mio. Tonnen. Sehr wichtig für die Erweiterung der Kapazitäten ist die im August 2007 in Produktion gegangene San Christobal Mine von Apex Silver, welche die Gesamtproduktion in Bolivien deutlich vergrößert hat. Weitere neue Kapazitäten werden aber auch die Produktionsmengen in Australien, Kanada, China, Indien, Peru, Portugal und den USA vergrößern.

Bei der Nachfrage erwartet die ILZSG einen Anstieg um mehr als 5% auf 11,85 Mio. Tonnen. Wie auch schon in den Vorjahren, sorgt vor allem der starke Anstieg der Nachfrage in Asien für das weitere Wachstum.

Aktueller Kommentar August 2008: Starke asiatische Nachfrage stützt die Preise

Im Rückblick der vergangenen Monate haben sich die Preise für die verschiedenen Industriemetalle sehr unterschiedlich entwickelt. Getrieben wurden sie aber in erster Linie von extrem niedrigen Lagerbeständen auf der einen und einer konstant hohen Nachfrage auf der anderen Seite.

Vor allem das ungebremste Wachstum Chinas treibt diesen Aufschwung. Und die von vielen Experten erwartete Abkühlung der chinesischen Wirtschaft lässt auch auf sich warten. Auch im ersten Quartal 2008 hat die chinesische Wirtschaft den Wachstumskurs fortgesetzt und weist einen Anstieg von 10,6% auf. Damit wächst die mittlerweile viertgrößte Volkswirtschaft der Welt weiterhin 2-stellig. Auch die Nachfrage aus Indien und zahlreichen kleineren asiatischen Volkswirtschaften ist ungebrochen.

Industrieproduktion steigt unvermindert an – Chancen auf Preissteigerungen bei Industriemetallen bleiben hoch

Ein wichtiger Indikator für die Preisentwicklung bei Industriemetallen ist die Entwicklung der Industrieproduktion. Die aktuellen Zahlen für den Mai 2008 weisen eine Steigerung der Industrieproduktion in China im Vergleich zum Vorjahr von 16,0% auf. Im April lag die vergleichbare Rate noch bei 15,7%.

Dementsprechend fallen die Preissteigerungen bei den Metallen hoch aus. Dazu hat auch der enorme Rückgang der Lagerbestände seinen maßgeblichen Anteil beigetragen. Aktuell ist klar, dass die Produktionssteigerungen mit der Nachfragesteigerung nicht Schritt halten können. In einer solchen Situation sind die Markteilnehmer gezwungen, auf Lagerbestände zurückzugreifen.

Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Positionierung von Finanzinvestoren am Terminmarkt. Die großen Fonds wollen so an den guten konjunkturellen Aussichten der Schwellenländer partizipieren.

Dies gilt auch aktuell wieder für die konjunkturelle Entwicklung in China und Indien. Mit dem starken Wirtschaftswachstum kommt es zu einem Bauboom, der auch große Infrastrukturprojekte und die Industrie erfasst. Dies hat schon seit 4 Jahren zu einer extrem steigenden Nachfrage geführt und dementsprechend auch zu steigenden Preisen.

Meine aktuellen Empfehlungen: Hier lohnt sich für Sie der Einstieg

Im Folgenden stelle ich Ihnen 2 aussichtsreiche RohstoffInvestments vor. Bei meiner ersten Empfehlung handelt es sich um Indexfonds für Industriemetalle, bei meiner zweiten um eine Einzelaktie.

Mit diesem Indexfonds setzen Sie breit gestreut auf verschiedene Metalle

Es lohnt sich für Sie, breit gestreut auf einen Index zu setzen. Bei Industriemetallen ist die Auswahl im Bereich der Zertifikate sehr groß. Grundsätzlich bevorzugen wir im „Geldanlage-Berater“ aber derzeit Neuanlangen in Indexfonds, die sogenannten Exchange Traded Funds (ETF). Aus steuerlichen Aspekten ist dies für die langfristige Geldanlage deutlich günstiger als der Einstieg über Zertifikate.

Auch wenn die ETF-Auswahl am deutschen Markt ständig steigt, gibt es bislang noch keinen reinen Industriemetall ETF. Da wir aber auch weiterhin für die Edelmetalle positiv gestimmt sind, habe ich Ihnen den RICI Metall ETF als langfristige Indexanlage herausgesucht.

Hinter diesem ETF steht wieder ein in der Rohstoff-Szene bekannter Name: Jim Rogers. Sein Rogers Commodity Index (RICI) feiert in diesem Jahr schon sein 10-jähriges Jubiläum.

Der RICI Metall ETF bildet den Metall-Sub-Index ab. Hierin sind insgesamt 10 Metalle enthalten. Dazu gehören Edel- und Industriemetalle. Von der Gewichtung her bilden aber die Industriemetalle mit rund 2/3 das Schwergewicht im Index. Die größten Positionen nehmen Kupfer, Aluminium und Gold ein. Es sind aber auch Nickel, Zink oder auch die Edelmetalle Platin und Palladium vertreten.

Als Basis dienen in diesem Indexfonds die Terminkontrakte. Sie investieren also nicht in Rohstoff-Aktien, sondern direkt in die Rohstoffpreise. Auch das ist positiv zu bewerten, denn in der Vergangenheit haben sich die Rohstoffe oft genug unabhängig vom Aktienmarkt entwickelt. Bei schwachen Marktphasen von Aktien – wie derzeit – ist dies ein großer Vorteil. Mit einer jährlichen Verwaltungsgebühr von 0,85% sind die Kosten darüber hinaus niedrig.

KpG-Anlagekonzept* RICI Metall ETF WKN: A0MMBH / ISIN: LU0259320728 mittel- bis langfristige Anlage Chancen-Investment für Mehr Rendite * siehe Seite 6, K50/008 oder ab Seite K51/001

Meine Einschätzung: Vom Chancen-Risiko-Profil bietet dieser ETF eine sehr gute Möglichkeit, langfristig auf die weiter steigenden Preise bei den Metallen zu setzen. Kaufen Sie den RICI Metall ETF bis zu einem Kurs von 108,00 € (aktueller Kurs 105,10 €).

Vale: der brasilianische Rohstoffgigant

Vale (ehemals CVRD = Companhia Vale do Rio Doce) gehört zu den größten Bergbauunternehmen der Welt. Eisenerz und seit 2006 Nickel sind die beiden Haupterzeugnisse im Produktportfolio. Weitere Sparten sind Kupfer, Mangan, Bauxit, als Ausgangsmaterial für die Aluminium-Produktion sowie Edelmetalle, Kobalt, Kaolin, Pottasche. Zusätzlich unterhält der Konzern eine logistische Infrastruktur in Brasilien, einschließlich Eisenbahnen und Seehäfen, die in den Bergwerksbetrieb integriert sind.

Vale erzielte im 1. Quartal 2008 trotz negativer Währungseinflüsse und höherer Einkaufspreise solide Geschäftsergebnisse. Der Konzern steigerte den Umsatz um 4,6% auf 7,83 Mrd. $. Der Gewinn wurde vor allem vom geringeren Nickelpreis beeinflusst und erreichte 2,02 Mrd. $ nach 2,2 Mrd. $ im Vorjahresquartal. Wichtige Gründe für das Erreichen der guten Ergebnisse waren die Produktionsausweitung und die Bemühungen des Unternehmens zur Kosteneindämmung.

Im ersten Quartal hat Vale 74,49 Mio. Tonnen Eisenerz gefördert, ein 15%iger Anstieg gegenüber dem 1. Quartal 2007. Die Produktion von Pellets stieg um 1,9% auf 8,719 Mio. Tonnen. Dagegen sank die Nickelproduktion um 1%. Die Bauxitförderung wurde um 42% und die Tonerdeproduktion um 8,2% gesteigert.

Im März hat Vale die Verhandlungen zur Übernahme von Xstrata beendet. Die geplante Transaktion, die für rund 90 Mrd. $ die teuerste Akquisition eines brasilianischen Unternehmens gewesen wäre, ist damit vom Tisch. Der Einfluss des Xstrata-Großaktionärs Glencore International dürfte vorwiegend dazu beigetragen haben, dass die Verhandlungen gescheitert sind. Damit ist aber auch wieder Ruhe bei Vale eingekehrt und in den nächsten Monaten steht das organische Wachstum im Mittelpunkt.

Meine Empfehlung: Durch die hohe Gewichtung von Eisenerz und anderen Industriemetallen bietet Vale eine hervorragende Möglichkeit, vom weiteren Aufschwung dieses Sektors zu profitieren. Die Aktie bietet sich

KpG-Anlagekonzept* Vale (ehemals CVRD) WKN: 897998 / ISIN: BRVALEACNPA3 mittel- bis langfristige Anlage Chancen-Investment für Extra-Gewinn * siehe Seite 6, K50/008 oder ab Seite K51/001

als spekulative Depotbeimischung an. Kaufen Sie Vale bis zu einem Kurs von 18,00 € (aktueller Kurs 16,29 €).

Checkliste: So investieren Sie in Industriemetalle

  • Mit der Beimischung von Rohstoffen steigern Sie nicht nur Ihre Rendite, sondern reduzieren auch das Risiko für Ihr Gesamtdepot. Rohstoff-Investments gehören daher in jedes Depot. Investieren Sie bis zu 10% Ihres Anlagekapitals in den Rohstoffsektor – es wird sich für Sie auszahlen.

  • Sorgen Sie für eine ausgewogene Mischung bei Ihren Rohstoff-Anlagen. Idealerweise decken Sie dabei die wichtigsten Sektoren Industriemetalle, Agrarrohstoffe, Edelmetalle sowie Energierohstoffe ab.

  • Der vorgestellte Metall-ETF bietet Ihnen eine einfache Möglichkeit, breit gestreut gleich auf 2 Sektoren zu setzen: Industrie- und Edelmetalle.

  • Einzelaktien sollten Sie hingegen lediglich als spekulative Depotbeimischung einsetzen.

  • Für die nächsten Jahre bleiben die Aussichten auf steigende Rohstoffpreise gut. Schieben Sie den Einstieg nicht auf die lange Bank, sondern investieren Sie jetzt.

Ein „Geldanlage-Berater“-Beitrag von Heiko Böhmer. Er ist Chefredakteur des „Privatfinanz-Letters“, einem täglichen E-Mail-Newsletter, in dem er seit mehr als 3 Jahren schwerpunktmäßig die Themen Rohstoffe und Emerging Markets immer wieder aufgreift.

4. August 2008

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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