Inflations-Diskussion: Deflation die verheimlichte Gefahr

In der jüngsten Vergangenheit werde ich immer wieder auf das Thema Inflation angesprochen. Tatsächlich taucht das Wort jetzt in den Medien immer stärker auf.

Hintergrund ist sicherlich auch die in den letzten Monaten deutlich ansteigende Inflationsrate, die bis zuletzt auf 2,0% anstieg.

Einmal mehr Panikmache in den Medien

Die Medien – und insbesondere viele Finanzmarkt-Experten – verbreiten jetzt wieder Panik:

Sie weisen darauf hin, dass man wegen der Inflation gerade jetzt Aktien und Immobilien kaufen müsse, da diese dagegen absichern würden.

Doch ich bin hier völlig anderer Meinung und halte diese Entwicklung keineswegs für besorgniserregend.

Hintergrund des Inflations-Anstiegs sind 2 Effekte: Einmal der deutlich angestiegene Ölpreis und zum zweiten der kräftig zum US-Dollar gefallene Euro.

Kerninflation steigt kaum an – das ist ein positives Zeichen

Seit 1 Jahr ist der Ölpreis um fast 60% im Preis gestiegen. Der Ölpreis geht mit etwa 10% in die Inflations-Messung ein, was allein schon die Preissteigerungs-Rate kräftig nach oben drückt.

Dazu kommt gleichzeitig der deutlich schwächere Euro, der innerhalb des letzten Jahres auch um 4% an Wert verlor – in den letzten 3 Jahren sogar um über 20%.

Das bedeutet, dass Öl in Euro gerechnet nochmals teurer wird. Dass der gestiegene Ölpreis das Problem ist, sehen sie auch an der sogenannten „Kerninflation“:

Diese ändert sich kaum und stieg im letzten Monat gerade einmal von 0,8 auf niedrige 0,9%.

In der Kerninflation wird der Ölpreis gerade nicht berücksichtigt, weshalb solche Schwankungen dort keine Auswirkung zeigen.

Hier sehen Sie deutlich, dass der jetzige Anstieg der Preissteigerungs-Rate fast nur auf den gestiegenen Ölpreis und den schwächeren Euro zurückzuführen sind und damit gar keine richtige „Inflation“ darstellt.

Eine richtige Inflation würde mit steigenden Zinsen und einer „Lohn-Preis-Spirale“ einhergehen.

Beides ist jedoch derzeit nicht der Fall, weder steigen die Zinsen nennenswert, noch treiben höhere Lohnkosten die Preise in die Höhe.

Sichern Sie sich ab

Daher gilt jetzt: Setzen Sie Ihre Vermögens-Sicherung weiter fort.

Denn die jetzige rechnerische „Inflation“ wird beim nächsten Crash ganz schnell in eine massive, dann reale Deflation umschlagen, wenn die ganzen Wertpapiere und Immobilien drastisch im Preis fallen werden.

8. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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