Inflations-Prognosen immer niedriger… Deflation ist das wahre Problem

Erst vor wenigen Tagen hat die EZB die Inflations-Prognosen erneut gesenkt. Für  das laufende Jahr liegt der Inflationswert nur noch bei 0,2% nach noch 0,3% im Juli.

Auch im  kommenden Jahr wird jetzt eine Preissteigerung von 1,4% nach zuletzt 1,5% erwartet.

Erst im Jahr 2018 soll die Inflationsrate durch ein anziehendes Wachstum und durch Notenbank-Aktionen wieder an die von der EZB gewünschte Marke von 1,9% heranreichen.

Doch genau hier bin ich weiterhin skeptisch: Schon die bisherigen massiven Notenbank-Programme hatten keinerlei Einfluss auf die Inflationsrate.

Zwischenzeitlich hatten wir in diesem Jahr sogar eine Inflationsrate im negativen Bereich.

Das zeigt Ihnen deutlich:

Die EZB hat schlicht keine Kontrolle über die Inflationsrate und eine einmal in Gang gekommene Deflation ist nicht mehr durch Notenbank-Maßnahmen zu stoppen.

Die EZB ist machtlos gegen eine Deflation

Die EZB kann deshalb nichts gegen das Abrutschen der Preis-Entwicklung ausrichten:

Weil sie zwar den Banken mehr Geld leihen oder Anleihen vom Markt aufkaufen kann, aber keinerlei Kontrolle darüber hat, was die reale Wirtschaft und v. a. die Konsumenten an Geld bekommen und bereit sind auch auszugeben.

Solange die Verbraucher nicht mehr Geld in der Tasche haben und dieses auch verkonsumieren, werden alle Maßnahmen keine Auswirkung auf die Inflationsrate haben.

Sie sehen: Die Börsianer bauen auf Sand, wenn Sie bloße Ankündigungen der EZB als Anlass dafür nehmen, erneut eine Kursrally zu starten, die keinerlei fundamentale Begründung in der realen Wirtschaft hat.

Kommender Crash wird Deflations-Spirale in Gang setzen

Ich gehe sogar einen Schritt weiter:

Die derzeitigen Spannungen im Finanz-System sind viel zu groß, als dass sich ein Crash weiterhin durch die Liquiditäts-Politik der Notenbanken lange Zeit verhindern lässt.

Immerhin ist die weltweite Verschuldung heute um über 40% größer als zur Finanzkrise 2008.

Dazu kommen der angeschlagene Euro und geopolitische Risiken mit dem Konflikt des Westens mit Russland, was weitere Unsicherheits-Faktoren und Kosten verursacht.

Das alles wird zu einem Crash führen, der dann eine dramatische Deflations-Spirale nach unten in Gang setzen wird.

Gegen eine Deflation schützen Sie sich v. a., wenn Sie Ihr Vermögen breit streuen und so flexibel bleiben, um auf die ersten Krisen-Anzeichen zu reagieren.

Wie Sie das konkret umsetzen, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

24. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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