Init-Aktie: Klein, aber oho

Die Kursturbulenzen der vergangenen Wochen haben so manche Aktie schwer getroffen.

Bei einigen Werten scheinen die Kursabschläge jedoch bei genauerem Hinsehen übertrieben. Die Init-Aktie zählt für mich dazu.

Init macht Betrieb von Bussen und Bahnen effizienter

Viele Großstädte haben enormen Nachholbedarf bei der Umrüstung ihrer Verkehrssysteme auf den neusten Stand der Technik.

Hier kommt init ins Spiel. Init sorgt mit seiner weltweit geschätzten Spitzentechnologie „made in Germany“ dafür, dass die öffentlichen Verkehrssysteme „intelligenter“ werden.

Dafür rüstet das Karlsruher Unternehmen beispielsweise Busse und Bahnen mit GPS-Sendern aus.

Diese übertragen den Standort jedes Fahrzeugs an ein zentrales Leitsystem, das die Informationen an die Haltestellen weiter gibt, an denen die Fahrgäste auf digitalen Anzeigen die tatsächlichen Ankunftszeiten der Busse erfahren.

Init profitiert von 2 globalen Megatrends

Dabei spielen Init gleich 2 globale Megatrends in die Karten: die weltweit steigende Bevölkerung sowie die unaufhaltsam fortschreitende Urbanisierung (Verstädterung).

Beide Faktoren führen unausweichlich dazu, dass die Bevölkerungs-Zahlen in den Ballungszentren weiter ansteigen.

Dies bringt den Individual-Verkehr zunehmend an seine Grenzen und vergrößert die Notwendigkeit eines modernen öffentlichen Verkehrssystems.

Beispiel Bremen: Hochmodernes Bezahlsystem für über 100 Mio. Fahrgäste

Ab Herbst wird Init mit der Umsetzung eines Großauftrages in Bremen beginnen:

Bis Ende 2017 werden dazu über 330 Fahrzeuge, über 150 Vorverkaufsstellen und Kundencenter sowie größere Haltestellen mit elektronischen Druckern, einem Einstiegs-Kontrollsystem, einem neuen Kassensystem für die Kundencenter und mobilen und stationären Automaten ausgestattet.

Für die über 100 Mio. jährlichen Fahrgäste wird der Kartenkauf so noch einfacher werden. Und die Verkehrsbetriebe profitieren von der höheren Effizienz und besseren Bekämpfung von Schwarzfahrern.

Auf lange Sicht werden andere Großstädte nicht daran vorbei kommen, ihre Verkehrssysteme ebenfalls zu modernisieren. Und dann werden sich viele Städte für eine Lösung von Init entscheiden.

Gute Wachstums-Perspektiven in Asien

Nachdem Init in Europa und Nordamerika schon sehr gut im Geschäft ist, will der Konzern nun in Asien weiter wachsen.

Schon im laufenden Jahr wurde einiges Geld in die Expansion nach Asien sowie in Neuentwicklungen investiert. Dies wird sich 2016 in einer deutlichen Steigerung des Unternehmens-Gewinns bemerkbar machen.

Günstige Bewertung und Einstiegs-Gelegenheit

Noch Ende Juli kostete eine Init-Aktie in der Spitze 27 €, mittlerweile sind es 20 €. Durch den Kursrückgang der vergangenen Wochen liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei Init nur noch bei 14.

Im kommenden Jahr wird es dank des Gewinnanstiegs weiter sinken.

In Anbetracht der starken Marktposition und der kontinuierlichen Wachstumsraten von Init ist dies aus meiner Sicht zu wenig.

Mittel- bis langfristig sollte die Init-Aktie daher deutlich höher notieren.

15. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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