InnoTec, der Türen-Spezialist

Die Aktie des Bauzulieferers InnoTec zeichnet sich durch solide Fundamentaldaten und ein nahezu perfektes Chartbild aus.

Den Halbjahres-Bericht hat das Management genutzt, um seine bislang sehr vorsichtig angesetzten Jahresziele 2016 zuversichtlicher zu formulieren.

Rodenberg hat für jeden eine passende Tür

In den mehr als 30 Jahren seit Gründung des Unternehmens wurden über 2 Mio. Rodenberg-Haustürfüllungen verkauft.

Eine Haustürfüllung wird als dekoratives Element in den Flügelrahmen einer Haustür eingesetzt (ähnlich wie die Glasscheibe bei einem Fenster) und bildet damit das „Gesicht“ der Tür.

Ein Highlight des Rodenberg-Sortiments ist die Colani-Serie, bestehend aus Modellen, die von Stardesigner Luigi Colani exklusiv für Rodenberg entworfen wurden.

Auch die Feng- Shui-Serie, die sich an den 5 Elementen der chinesischen Harmonielehre (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) orientiert, zählt zu den Highlights.

Neben den Haustürfüllungen ist Rodenberg zudem ein bedeutender Produzent von Sandwich-Platten. Diese finden beim Fassadenbau oder der dekorativen Verkleidung von Bauteilen Anwendung.

Rodenberg produziert an 3 Standorten in Deutschland, Hauptsitz des Unternehmens ist Porta Westfalica.

Wichtige Märkte für Rodenberg sind neben dem Stammland Deutschland die Benelux-Länder, Frankreich, Österreich, die Schweiz sowie Osteuropa.

RECKLI macht aus Beton kleine Kunstwerke

Die RECKLI GmbH ist einer der führenden Anbieter elastischer Matrizen und Formen sowie Flüssig-Kunststoffen für die Eigenherstellung solcher Matrizen und Formen.

Die Struktur-Matrizen dienen der attraktiven Oberflächen-Gestaltung und Formgebung von Sichtbeton und haben sich qualitativ und wirtschaftlich millionenfach bewährt.

2013 wurde erstmals das neue 3D-Beton-Verfahren vorgestellt.

Dabei handelt es sich um ein computergestütztes Verfahren, Bildinformationen durch Frästechnik auf Platten-Werkstoffe zu übertragen.

Bilddateien werden dadurch in eine reliefartige Oberfläche umgewandelt und es entstehen neue Anwendungsmöglichkeiten v. a. im Innenbereich.

Erneuter Umsatz-Anstieg

InnoTec konnte im 1. Halbjahr 2016 den Umsatz um 6,4% auf 50 Mio. € steigern. Der Gewinn ging dagegen von 5,3 auf 4,8 Mio. € zurück.

Die Türsysteme weiteten den Umsatz um 7,6% auf 32,5 Mio. € aus. Sowohl der Inlands- als auch der Export-Umsatz konnte erhöht werden.

Das operative Segment-Ergebnis (EBIT) betrug 5,3 Mio. € gegenüber 4,9 Mio. € im Vorjahr.

Im Segment Bauspezialwerte stieg der Umsatz um 4,8% auf 17,5 Mio. €. Das EBIT belief sich auf 2,3 Mio. € gegenüber 3,1 Mio. € im Vorjahr.

Höhere Kosten im Zusammenhang mit dem Umzug an den neuen Betriebs-Standort der RECKLI GmbH und höhere Vertriebskosten haben das Ergebnis belastet.

Die solide Ertragslage sowie ein entsprechend hoher Cashflow haben die Finanzlage gestärkt. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich von 6,2 auf 7,8 Mio. €.

Schutz vor Rückschlagen

Zieht der private Konsum wie prognostiziert an und bleiben die Bauzinsen niedrig, gibt es Rückenwind für InnoTec.

Selbst wenn es anders kommen sollte, bietet der Konzern einen soliden Schutz vor möglichen Rückschlägen.

Dies liegt zum einen an der Stärke im Heimatmarkt und zum anderen an der Aktionärs-Struktur.

Während bei DAX-Konzernen häufiger ausländische Investoren auf der Liste der Aktionäre stehen, weisen die kleineren Firmen oft deutsche Aktionäre auf.

Zudem befinden sich 50,02% der Aktien im Besitz des Vorstands und Aufsichtsrats.

Fazit

Obwohl der Kurs in den vergangenen 12 Monaten um rund 25% zugelegt hat, liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des erwarteten Gewinns für 2017 bei 15 und lässt noch genügend Kursspielraum nach oben zu.

Nicht zu vergessen: InnoTec hat ein Herz für Aktionäre und peilt bei der Dividenden-Zahlung eine Ausschüttungs-Quote zwischen 30 und 50% an.

24. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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