Insiderkauf bei Phoenix Solar

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Insiderkauf zu niedrigen Kursen (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Die Transaktionstätigkeit der deutschen Insider ist in der abgelaufenen Woche nahezu zum Stillstand gekommen. Unsere Auswertungen ergeben dabei auf Wochenbasis gerade einmal 3 Kauftransaktionen mit einem gesamten Volumen von unter 100.000 Euro. Das Jahr 2011, welches von einer ohnehin sehr schwachen Insideraktivität geprägt war, hat damit einen neuen Tiefpunkt erreicht. Positiv ist hierbei lediglich die Tatsache, dass überhaupt keine Verkaufsaktivitäten in der abgelaufenen Kalenderwoche stattgefunden haben.

Insiderkauf bei Phoenix Solar

Der deutsche Markt war in den vergangenen Jahren stets ein Umsatzgarant für Photovoltaikunternehmen. Mit der rapiden Absenkung der Einspeisevergütung im vergangenen Jahr änderte sich diese Situation jedoch schlagartig. Während in den ersten 5 Monaten 2010 noch 1,74 GW neue Photovoltaik-Leistung installiert wurden, reduzierte sich diese Zahl im gleichen Zeitraum des laufenden Jahres um fast 40 % auf 1,08 GW. Der Rekordwert des gesamten Vorjahres von 7,41 GW wird damit in 2011 wohl kaum mehr erreicht werden können.

Entsprechend schwach fielen bei den meisten Solarunternehmen auch die Zahlen für das erste Quartal aus. So musste auch die Phoenix Solar AG einen Umsatzrückgang um 60 % auf 32,4 Mio. Euro hinnehmen. Nur noch 28,1 % der Erlöse wurden dabei im Inland erzielt. Im Vorjahreszeitraum war der Inlandsmarkt mit einem Anteil von 90,9 % mit großem Abstand der wichtigste Absatzmarkt. Die Umsatzerosion schlug sich auch auf das Ergebnis durch. Das EBIT landete nach 4,6 Mio. Euro im Vorjahr nun im tiefroten Bereich bei –16,9 Mio. Euro.

Mit diesem schwachen Start ins neue Jahr scheint auch sicher zu sein, dass das hervorragende  Vorjahresresultat, mit Umsatzerlösen in Höhe von 635,7 Mio. Euro und einem EBIT von 36,4 Mio. Euro, wohl nicht wiederholt werden kann. Zwar rechnet Phönix Solar mit stagnierenden oder bestenfalls leicht steigenden Umsatzerlösen in 2011. Was das EBIT anbelangt, wollte sich das Unternehmen bislang auf Grund der bestehenden Marktunsicherheiten jedoch nicht festlegen.

Aber das Unternehmen hat die Zeichen der Zeit erkannt und frühzeitig damit begonnen, seine Präsenz zu internationalisieren. So ist Phoenix Solar bereits heute auf den zukünftig führenden Solarmärkten der Welt, wie den USA, Südostasien, im Nahen Osten oder in Australien, engagiert, auch wenn die Umsatzerlöse in diesen Teilen der Welt noch nicht wesentlich zum Konzernumsatz beitragen. Dies soll sich aber rasch ändern. Schon im Jahr 2013 plant Vorstandschef Dr. Hänel, in den USA einen Umsatzbeitrag von 300 Mio. Euro zu generieren. Dies, aber auch die weiteren Auslandsmärkte, sollte dazu beitragen, dass ab dem Geschäftsjahr 2012 wieder der Wachstumspfad eingeschlagen wird.

Die guten Auftragseingänge aus dem europäischen Ausland der letzten Wochen, insbesondere aus Frankreich, sollten zumindest die Umsatzerlöse für 2011 stabilisieren. Zudem notiert das Unternehmen mit einem KBV von 0,8 unterhalb des Eigenkapitals. Schafft es Phoenix Solar, auf den attraktiven Auslandsmärkten in den USA und Asien Fuß zu fassen, ist die Aktie mit einer Marktkapitalisierung von derzeit nur 108 Mio. Euro sicherlich nicht zu teuer. Zeichnen sich entsprechende Erfolge ab, sollte sich der seit Anfang 2010 andauernde Sinkflug der Aktie auch beruhigen können. Vorstandschef Dr. Hänel scheint zumindest daran zu glauben und kaufte jüngst einige Aktien des eigenen Unternehmens.

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Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.