Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertrades der Woche: Lesen Sie, auf welche Aktien jetzt die Unternehmensinsider setzen. Biotech-Riese Biogen steht auf der Kaufliste. (Foto: Casimiro PT / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Biogen:

Schwach zeigten sich zuletzt die Papiere des Biotech-Riesen Biogen Idec. Seit dem Kurshoch von 367 Dollar Ende Januar legte die Aktie den Rückwärtsgang ein und rutschte bis auf unter 250 Dollar in den Keller bevor eine Stabilisierung einsetzte. Das niedrigere Kursniveau nutzte der Direktor Alexander J. Denner, um seine Aktienposition massiv auszubauen.

Denner kaufte am 25. April immerhin 48.000 Aktien zum Kurs von 269,91 Dollar. Damit investierte Denner knapp 13 Millionen Dollar und erhöhte seinen Aktienbestand um 11,5%. Nach der Transaktion hält der Direktor 461.858 Aktien an dem Biotechnologiekonzern. Denner ist seit 2009 im Vorstand des Konzerns und hat den Kauf über Sarissa Capital Management getätigt. Im vergangenen Jahr erzielte Biogen bei einem Jahresumsatz von 12,27 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 2,53 Milliarden Dollar.

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Apollo Global:

Unverändert zuversichtlich zeigt sich der Großaktionär Tiger Global Management bei dem Private Equity Unternehmen Apollo Global. In der vergangenen Woche kaufte der Investor weitere 50.000 Aktien im Gegenwert von 1,4 Millionen Dollar (Einstiegskurs 28,10 Dollar). Seit März hat der Großaktionär 200.000 Aktien für fast 5,9 Millionen Dollar erworben. Mittlerweile hält Tiger Global Management 34,2 Millionen Aktien beziehungsweise 16,7% aller ausstehenden Aktien des Konzerns.

Bei Apollo Global Management handelt es sich um ein US-amerikanisches Beteiligungsunternehmen. Zuletzt wurde über einen Einstieg des Konzerns bei dem Druckspezialisten Xerox spekuliert.

Home Bancshares:

Bei dem kleineren US-Bankinstitut Home Bancshares gab es auffällige Aktienkäufe des Vorstandsvorsitzenden John Allison. Für 20.000 Aktien des Finanzunternehmens gab Allison 426.400 Dollar aus (Einstiegskurs 21,32 Dollar). Im Vergleich zu seiner gesamten Aktienposition ist das allerdings nur ein schwaches Signal. Sie müssen wissen: Allison hält insgesamt über 5,16 Millionen Aktien an dem Bankhaus.

Zugleich gab es Ende April Verkäufe eines Directors, der sich von 24.119 Aktien zum Kurs von 23,69 Dollar trennte. Auftrieb erhielten die Papiere zuletzt durch die Quartalsergebnisse, die über den Erwartungen der Analysten lagen.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.