Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Nach Kursrally beim Güterwaggon-Konzern The Greenbrier Companies zeigt sich der Vorstand weiter zuversichtlich und sammelt nochmals millionenschwere Aktienpakete ein (Foto: Kamira / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

The Greenbrier Companies:

Der US-amerikanische Hersteller von Güterwaggons The Greenbrier Companies steht weiter auf der Kaufliste der Firmeninsider. Trotz des rasanten Kursantstiegs (+30% seit dem Jahresbeginn) griff der Vorstand William Furman weiter zu und kaufte nochmals 50.000 Aktien. Bei einem durchschnittlichen Kaufkurs von 43,85 Dollar musste Furman 2,19 Millionen Dollar für die Aktienkäufe berappen. Nach den Zukäufen hält der Manager 562.518 Anteilscheine, was 1,7% aller Stimmrechte des Konzerns entspricht.

The Greenbrier Companies ist ein US-amerikanischer Hersteller von Güterwagen. Greenbrier besitzt vier Produktionswerke in Nordamerika, davon eines in Portland (Oregon) und drei in Mexiko (Monclova, Sahagún und Tlaxcala). Der europäische Markt wird unter anderem von der polnischen Tochtergesellschaft Wagony Świdnica aus Schweidnitz (Świdnica) beliefert. Zusammen mit Watco Companies betreibt Greenbrier den Reparaturbetrieb GBW Railcar Services als Joint Venture. Das Unternehmen verleast außerdem eine Flotte von mehreren 10.000 Waggons.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte der Konzern einen Umsatz von 2,79 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 49 Millionen Dollar hängen.

TuSimple Holdings:

Kurz nach dem Börsengang kam es bei dem Technologieunternehmen TuSimple zu weiteren Käufen. Der Finanzvorstand und ein Director kauften insgesamt 9.642 Aktien zu 40 Dollar (Transaktionswert: 385.680 Dollar).

Die Firma baut ein Logistik-Netzwerk auf, in dessen Zentrum autonom fahrende Lastwagen stehen. Die Trucks, für die laut Unternehmensangaben bereits über 5.700 Reservierungen eingegangen sind, entwickelt TuSimple in den USA zusammen mit Navistar. Für Europa und Asien kooperiert das Unternehmen mit Traton. 2024 plant das Unternehmen mit der Serienfertigung zu beginnen. Bislang sind die Geschäftsaktivitäten noch sehr überschaubar: Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen gerade mal 1,8 Millionen Dollar Umsatz eingefahren. Gleichzeitig hat sich der Nettoverlust deutlich erhöht: von knapp 85 Millionen Dollar 2019 auf rund 178 Millionen 2020.

Bed Bath & Beyond:

Beim US-Einzelhandelskonzern gab es zuletzt gleich mehrere Aktienkäufe von Firmeninsidern. Bei Kursen zwischen 25,02 und 25,55 Dollar erwarben drei Manager insgesamt 28.000 Aktien. Der gesamte Transaktionswert der Käufe belief sich auf 596.834 Dollar.

Bed Bath & Beyond betreibt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften eine Kette von Einzelhandelsgeschäften. Das Unternehmen vertreibt eine Reihe von Haushaltswaren, darunter Bettwäsche und verwandte Artikel, Badartikel und Küchentextilien, sowie Einrichtungsgegenstände wie Küchen- und Tischkulturartikel sowie Verbrauchsartikel. Zum 27. Februar 2021 verfügte das Unternehmen über 1.020 Filialen, darunter 834 Bed Bath & Beyond-Filialen in 50 Bundesstaaten, dem District of Columbia, Puerto Rico und Kanada, 132 Buybuy BABY-Filialen und 54 Filialen unter den Namen Harmon, Harmon Face Values oder Face Values.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte Bed Bath & Beyond bei einem Umsatz von 9,23 Milliarden Dollar einen Verlust von 151 Millionen Dollar.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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