Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertransaktionen: Lesen Sie bei welchen Firmen die Insider jetzt zugreifen. Drei auffällige Kaufmuster der vergangenen Woche (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Mohawk Industries:

Seit Anfang Februar purzelte der Aktienkurs des amerikanischen Fußbodenspezialisten Mohawk Industries von knapp 280 Dollar auf 210 Dollar in den Keller. Jetzt zeigt sich der Direktor Flip Balcaen zuversichtlich und greift bei den Aktien des Unternehmens kräftig zu. Bei Kursen zwischen 208,81 und 209,92 Dollar erwarb der Insider 66.199 Aktien im Gegenwert von 13,84 Millionen Dollar. Damit erhöhte Balcaen seine Aktienposition um über 40% auf insgesamt 208.967 Aktien.

Mohawk Industries ist der weltweit führende Hersteller von Bodenbelägen für Wohn- und Gewerberäume. Im ersten Quartal steigerte der US-Konzern seinen Umsatz um 9% auf 2,4 Milliarden Dollar. Ohne Restrukturierungs-, Akquisitions- und sonstige Aufwendungen lag der bereinigte Jahresüberschuss bei 225 Millionen Dollar beziehungsweise 3,01 USD je Aktie. Dies entspricht einer Steigerung um 11% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Cullen / Frost Bankers:

Einen komplett anderen Kursverlauf sehen Sie bei der Aktie des Finanzunternehmens Cull / Frost Bankers. Zuletzt kletterten die Papiere auf 118 Dollar und erreichten damit das höchste Niveau der kompletten Firmengeschichte. Bei der in Texas angesiedelten Bank kauften zwei Direktoren insgesamt 113.491 Aktien im Gegenwert von über 12,8 Millionen Dollar (Kaufkurs zwischen 114 und 116,50 Dollar).

Die Geschäfte laufen bei der Bank gerade ausgesprochen gut. Zuletzt meldete der kleine Finanzkonzern einen Gewinnsprung von 26% auf 104,5 Millionen Dollar. Zugleich erhöhte das Unternehmen seine Quartalsdividende um 17,5% auf 0,67 Dollar pro Aktie. Das ergibt eine jährliche Ausschüttung von 2,68 Dollar, was einer Dividendenrendite von 2,23% entspricht. Nach der beeindruckenden Kursrally (+26% in den letzten sechs Monaten) notiert die Aktie allerdings bereits auf dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten.

Alexion Pharmaceuticals:

Bei dem biopharmazeutischen Konzern Alexion Pharmaceuticals erwarb der Direktor Christopher J. Coughlin ein großes Aktienpaket. Bei 120,79 Dollar kaufte Coughlin 10.000 Aktien (Gegenwert: 1,2 Millionen Dollar). Nach der Transaktion hält der Direktor 26.333 Papiere des US-Konzerns.

Alexion Pharmaceuticals ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in New Haven, Connecticut. Das Unternehmen ist auf Orphan-Arzneimittel zur Behandlung von seltenen und sehr seltenen Krankheiten spezialisiert. Bei einem Jahresumsatz von zuletzt 3,5 Milliarden Dollar erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 443 Millionen Dollar. Das entspricht einer Gewinnmarge von 12,48%.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.