Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Lesen Sie, wie sich die Insider wirklich positionieren. Rohstoffaktien und Medienriese unter den größten Käufen (Foto: Cassiohabib / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Continental Resources:

Eine interessante Konstellation finden Sie momentan bei der Continental Resources, einer US-amerikanischen Erdölfördergesellschaft, die große Schieferöllagerstätten besitzt. Während fünf verschiedene Insider im Mai 52.000 Aktien verkauften zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Harold Hamm zuversichtlich und kaufte Aktien in großem Stil. Bei einem Kurs von 65,30 Dollar kaufte Hamm 136.000 Papiere im Gegenwert von immerhin 8,8 Millionen Dollar. Damit erhöhte er seinen Aktienbestand um 9,57% auf nunmehr 1,55 Millionen Aktien.

Hamm zeigte sich jüngst in einem CNBC-Interview optimistisch und sagte, dass er den Ölpreis bei mindestens 75 Dollar pro Barrel erwarte. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Continental Resources bei einem Jahresumsatz von 3,12 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 789 Millionen Dollar.

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Liberty Global:

Bei dem internationalen Medienkonzern Liberty Global zeigt sich der Vorstand Michael Fries zuletzt auf der Käuferseite. Bei einem Kurs von 28,91 Dollar sammelte der Insider 100.000 Aktien ein. Damit investierte Fries 2,89 Millionen Dollar und baute seine Beteiligung um 17,48% aus.

Zugleich gab es aber auch einen prominenten Investor, der seine Beteiligung reduziert hat. Warren Buffett hat in den vergangenen Monaten rund 10% seiner Aktienbeteiligung an dem Medienriesen abgebaut. Die Investmentlegende ist bereits seit dem vierten Quartal 2013 investiert, liegt unter dem Strich aber 15% mit der Position im Minus. Das sind die ersten Verkäufe Buffetts in dem Titel seit drei Jahren.

Cabot Oil & Gas:

Bei dem Explorationsunternehmen für Erdöl-, Erdgas- und Erdgasflüssigkeiten schlug ein Direktor kräftig zu und kaufte 50.000 Aktien zum Kurs von durchschnittlich 22,25 Dollar (Gegenwert: 1,11 Millionen Dollar). Seit dem Januarhoch hat der Aktienkurs deutlich von über 29 Dollar um 23% an Wert verloren. Obwohl der Konzern zuletzt mit seinen Ergebnissen positiv überrascht hat, kommt der Kurs nicht vom Fleck.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr erwirtschaftete der Konzern bei einem Umsatz von 1,74 Milliarden Dollar eine Gewinnspanne von 5,75% (Gewinn von 100 Millionen Dollar).


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.