Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertrades der Woche: Das sind die Top-Käufe der Firmeninsider in den USA. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Office Depot:

Eine interessante Konstellation finden Sie momentan bei Office Depot, dem 1986 gegründeten Anbieter von Bürobedarf- und Dienstleistungen aus den USA. Dort gibt es die ersten Insiderkäufe seit März 2017. Gleich drei Insider nutzten das gedrückte Kursniveau zum Einstieg. Director Travis Nigel kaufte 10.000 Aktien bei 2,39 Dollar das Stück, Finanzvorstand Joseph Lower erwarb 20.000 Aktien zu 2,39 Dollar das Stück während sich der Chairman 58.800 Aktien zu 2,55 Dollar je Papier ins Depot legte.

Dem Aktienkurs haben die kumulierten Käufe auf die Beine geholfen. Die Papiere sprangen von unter 2,30 Dollar bis auf 2,88 Dollar an. Trotz des sprunghaften Anstiegs liegen die Papiere auf 12-Monatssicht noch knapp 50% hinten.

Zuletzt lag der Bürobedarfsspezialist mit seinen Ergebnissen über den Erwartungen, obwohl der Gewinn wegen niedrigerer Margen um 64% in den Keller rauschte. Für das Gesamtjahr hat der Konzern seine Prognose nach oben genommen und erwartete jetzt einen Umsatz von 10,6 bis 10,8 Milliarden Dollar.

Entercom Communications:

Nach einer desaströsen Kursentwicklung (-30% in den vergangenen 3 Monaten) zeigt sich Chairma Joseph Field weiterhin zuversichtlich und sammelt kräftig Aktien ein. Alleine seit Anfang Juni kaufte Field 550.000 Aktien bei Kursen zwischen 6,80 und 7,05 Dollar. Insgesamt musste er dafür über 3,8 Millionen Dollar aufbringen. Nach den massiven Käufen hält Field bereits 4,39 Millionen Akten und damit 3,55% aller ausstehenden Aktien der Firma.

Entercom ist einer der ältesten US-amerikanischen Radiokonzerne. Entercom gehören mehr als 125 Radiostationen auf 27 Medien-Märkten in allen Teilen der USA. Darunter befinden sich einige der ältesten und leistungsstärksten Stationen der USA. Zuletzt erzielte der Konzern einen Jahresumsatz von 592,9 Millionen Dollar.

Lexicon Pharmaceuticals:

Seit Mai kletterte der Kurs des noch kleinen Biopharma-Unternehmens Lexicon Pharmaceuticals um mehr als 50%. Das hält den Großaktionär Invus Public Equities nicht davon ab, seinen Anteil weiter kräftig auszubauen. Seit Mai kaufte der Investor 1,245 Millionen Aktien bei Kursen von 9,62 bis 12,93 Dollar. Mittlerweile hält Invus Public Equities 2,725 Millionen Aktien und damit rund 2,5% aller Firmenanteile.

Zuletzt war der Kurs stark gestiegen, nachdem Lexicon Pharmaceuticals bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Antrag für Zynquista zur Behandlung von Typ 1-Diabetes eingereicht hat. Eine Zulassungsentscheidung wird für den 22. März 2019 erwartet. Zynquista wird laut Experten voraussichtlich Blockbuster-Potenzial, also Umsätze jenseits der Milliarden Dollar-Marke, erreichen, wenn die Genehmigung erfolgreich ist.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.