Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Die Trades der Woche: So legen Firmeninsider jetzt ihr Geld an. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

DDR

Weiterhin massive Aktienkäufe können Sie bei dem Immobilineninvestment-Trust DDR beobachten. Seit Anfang Juni kaufte der Aufsichtsrat Alexander Otto über 2,935 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 17,09 und 17,98 Dollar. Insgesamt investierte der Firmeninsider also mehr als 51 Millionen Dollar in das Unternehmen. Mittlerweile hält Otto 31,9 Millionen Aktien und damit über 17% der kompletten Firmenanteile.

Bei Alexander Otto handelt es sich übrigens der jüngste Sohn des Hamburger Versandhausgründers Werner Otto. Mit Immobilieninvestments kennt er sich übrigens bestens aus. Seit 2000 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG mit Hauptsitz in Hamburg, die gewerbliche Großimmobilien entwickelt, umsetzt, vermietet und betreibt. Bei DDR ist Otto bereits im Jahr 2009 nach der Finanzkrise eingestiegen und hat 30 Millionen Aktien von DDR gekauft. Damals konnte Otto noch zwischen 3,5 und 4 Dollar einsteigen.

Eurokrise – Bankenrettung erhöht italienisches HaushaltsdefizitDie Schuldenkrise in Europa ist nicht vorbei: Jetzt wurde bekannt, dass es um die italienischen Staatsfinanzen nicht wirklich gutsteht. › mehr lesen

Lexicon Pharmaceuticals

Nach einem Höhenflug der Aktien von Lexicon Pharmaceuticals gibt es weiterhin auffällige Insidertransaktionen bei dem US-Biopharmazie-Unternehmen. Der Großaktionär Invus Public Equities erwarb seit Anfang Juni über 1,34 Millionen Aktien zwischen 11,26 und 13,36 Dollar. Damit hat Invus seine Beteiligung auf 3,1 Millionen Aktien kräftig ausgebaut und hält unterdessen 2,9% aller Aktien des Konzerns.

Lexicon Pharmaceuticals forscht an innovativen Diabetesbehandlungen und kündigte zuletzt positive Studienergebnisse an. Seit April kletterten die Papiere von 8 Dollar auf knapp 13 Dollar nach oben.

Salesforce

Bei dem Cloud-Spezialisten Salesforce gibt es momentan unterschiedliche Signale aus den Insideraktivitäten. Während sich mehrere Vorstände und Aufsichtsräte von Aktien trennten, zeigte sich ein Director zuversichtlich und kaufte ein großes Aktienpaket zu. Bei Preisen von gut 138 Dollar erwarb er 6.000 Aktien im Gegenwert von 791.900 Dollar.

In den vergangenen Jahren zeigte der Technologiekonzern kräftige Zuwachsraten. Seit 2004 kletterten die Umsätze von 96 Millionen Dollar auf 10,48 Milliarden Dollar im zurückliegenden Geschäftsjahr. Allerdings lag die Gewinnspanne zuletzt mit 1,22% noch im überschaubaren Bereich.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.