Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Solarspezialist Sunrun zeigt starkes Kaufmuster. Hedgefonds Tiger Global Management sammelt nach Kursrally weiter große Aktienpakete ein. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Sunrun:

Nach der rasanten Kursentwicklung des Solarspezialisten Sunrun (+50% seit Jahresbeginn) setzt der Großaktionär Tiger Global Management seine massive Kaufserie weiter fort. Seit Anfang September kaufte Tiger 1,73 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 14,78 und 15,75 Dollar je Anteilschein. Die Transaktionen summierten sich damit auf ein Volumen von deutlich über 26 Milliarden Dollar. Seit Juni fällt der Großinvestor bereits mit massiven Aktienkäufen bei den Insidertransaktionen auf. Inzwischen hält der Hedgefonds 14,5% aller ausstehenden Firmenanteile.

Sunrun beschäftigt sich mit der Entwicklung, Installation, dem Verkauf, dem Besitz und der Wartung von Solarenergieanlagen für Wohngebäude in den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus werden Solarsysteme und -produkte wie Module und Regale sowie Solar-Leads an Kunden verkauft. In den zurückliegenden Geschäftsjahren zeigte der Konzern satte Zuwachsraten. Seit 2013 kletterten die Umsätze von 54,7 auf zuletzt 760 Millionen Dollar.

Coty:

Bei dem US-Kosmetikriesen sind ebenfalls auffällige Insidertransaktionen zu beobachten. Seit Ende August kauften gleich fünf Firmeninsider insgesamt 2,23 Millionen Aktien im Gegenwert von beinahe 13 Millionen Dollar (Kaufpreis zwischen 9,08 und 9,81 Dollar je Aktie). Neben dem Vorstand und dem Marketingchef sammelten auch drei Direktoren Aktienpakete ein.

Coty ist ein Parfüm- und Kosmetikkonzern mit Sitz in New York. Er geht auf ein 1904 vom Parfümeur François Coty in Paris gegründetes Unternehmen zurück, das schon früh in den Vereinigten Staaten Geschäfte betrieb. Die zuletzt präsentierten Quartalszahlen lagen weitestgehend im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz ging um 8% auf 2,12 Milliarden Dollar zurück. Das bereinigte Ergebnis von 16 Cent je Aktie verbesserte sich allerdings gegenüber dem Vorjahresquartal um 14,3%.

Acadia Healthcare:

Bei dem Gesundheitsunternehmen Acadia Healthcare hat in der vergangenen Woche der Vorstand Debra Osteen zugegriffen und ihr Engagement in der Aktie ausgebaut. Bei einem Preis von 26,53 Dollar je Anteilschein legte sich Osteen 20.000 Aktien ins Depot. Der Zukauf kostete die Führungskraft 530.660 Dollar und erhöhte ihren Aktienbestand um 20%.

Das Unternehmen betreibt akutstationäre psychiatrische Einrichtungen, die sich um die Stabilisierung von Patienten kümmern, die entweder eine Bedrohung für sich selbst oder für andere darstellen. Zum 31. Dezember 2018 betrieb das Unternehmen ein Netzwerk von 583 verhaltensmedizinischen Einrichtungen mit 18.084 Betten. Das Unternehmen wurde 2005 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Franklin, Tennessee. Bei einem Jahresumsatz von 3,01 Milliarden Dollar erwirtschaftete der Konzern in 2018 einen Verlust von 176 Millionen Dollar.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.