Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertransaktionen der Woche. Lesen Sie, was sich die Hochfinanz der Wallstreet jetzt ins Portfolio legt (Foto: Krista Kennell / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Coty:

Bei Coty, dem Hersteller von Schönheitsprodukten, hat der Großaktionär JAB seinen Anteil weiter ausgebaut. JAB erwarb 3,1 Millionen Aktien zwischen 19,99 und 21,34 Dollar, was einem Gegenwert von 84,4 Millionen Dollar entspricht. JAB Holdings ist ein Mischkonzern mit Sitz in Luxemburg, der auch Anteile an Peet’s Coffee, Krispy Kreme, Keurig und anderen Unternehmen besitzt.

Der Coty-Anteil beträgt nun mehr als 290 Millionen Aktien. Insgesamt hält JAB damit 38,77% aller Aktien und ist der mit Abstand größte Einzelaktionär des Konzerns. Das Kosmetikunternehmen Coty meldete Anfang des Monats unerwartet gute Quartalsergebnisse, und die Aktie erreichte letzte Woche ein neues 52-Wochenhoch von 21,64 USD.

Gaming and Leisure Properties:

Die Aktie der auf Glücksspiel ausgerichteten Immobilieninvestmentgesellschaft GLPI setzte nach schwächeren Zahlen ihre Abwärtsbewegung fort und liegt seit Jahresbeginn mehr als 12% im Minus. Unterdessen nutzten der Vorstand und Finanzvorstand die schlechte Stimmung und sammelten zusammen 125.000 Aktien zu Preisen zwischen 33 und 33,33 Dollar ein.

Damit beläuft sich der Wert der Transaktionen auf über 4,1 Millionen Dollar. Während der Vorstand Peter Carlino seine Position nur um 0,9% erhöhte, war der Kauf des Finanzvorstands William Clifford deutlich signifikanter. Clifford stockte seine Position immerhin um beinahe 32% auf.

Wells Fargo:

Unruhig war es zuletzt auch bei dem US-Finanzdienstleistungskonzern Wells Fargo. In einem beispiellosen Schritt hat die US-Notenbank Fed für die von Skandalen umwitterte Großbank Wells Fargo einen Wachstumsstopp angeordnet. Dies gilt so lange, bis der systematische Verstoß gegen Richtlinien, der zur Ausbeutung von Kunden geführt habe, beseitigt und die internen Kontrollen ausreichend verbessert sind.

Diese Meldungen hatten den Kurs zuletzt deutlich unter Druck gebracht. Die Aktien der drittgrößten US-Bank sackten von knapp 66 Dollar bis auf unter 54 Dollar in den Keller, bevor eine Stabilisierung einsetzte. Diese Turbulenzen nutzte der Ronald Sargent, um seine Aktienposition zu verdoppeln. Sargent erwarb 9.000 Aktien zum Preis von 55,98 Dollar (Gegenwert: 503.820 Dollar). Unterdessen hält die Investmentlegende Warren Buffett weiter an seiner Wells Fargo-Position fest. Buffett ist weiterhin mit 9,4% der Anteile der größte Einzelaktionär der Bank.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.