Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Odonate Therapeutics im Fadenkreuz der Firmeninsider. Gleich drei hochrangige Manager sammeln millionenschwere Aktienpakete ein (Foto: Jasni / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Odonate Therapeutics:

Nach einer starken Kursentwicklung von mehr als 120% von März bis Juni sackten die Papiere des Biotechnologieunternehmens im Anschluss rasant ab. Bis September kollabierte die Aktie von 45 bis auf 15 Dollar. Geht es nach den Firmeninsidern, dann ist der Kurssturz vollkommen übertrieben. Seit Ende August erwarben drei Insider rund 4,5 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 13,03 und 15,20 Dollar. Das Transaktionsvolumen lag bei fast 70 Millionen Dollar.

Das Pharmaunternehmen Odonate Therapeutics entwickelt Therapeutika für die Behandlung von Krebs. Es entwickelt Tesetaxel, ein oral verabreichtes Chemotherapeutikum, das sich in einer klinischen Studie der Phase III für Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Brustkrebs befindet, sowie CONTESSA 2 und CONTESSA TRIO, das sich in einer klinischen Studie der Phase II für Metastasen des Zealnervensystems und verschiedene Krebsbehandlungen befindet. Das Unternehmen wurde 2013 gegründet und hat seinen Sitz in San Diego, Kalifornien.

Umsätze erwirtschaftet Odonate Therapeutics noch keine. Im zweiten Quartal lag der Verlust bei 33,42 Millionen Dollar.

Continental Resources:

Beim US-amerikanischen Erdölunternehmen Continental Resources ist der Firmeninsider Harold Hamm weiter auf der Käuferseite zu beobachten. Nach massiven Käufen von Mai bis Juli hat Hamm im September nochmals 769.235 Aktien bei einem Kurs von 12,68 Dollar erworben. Das Transaktionsvolumen lag bei 9,75 Millionen Dollar. Nach den Zukäufen hält Hamm 13,06 Millionen Aktien, was 2,8% aller ausstehenden Firmenanteile entspricht.

Continental Resources ist eine im Jahr 1967 gegründete US-amerikanische Erdölfördergesellschaft mit Sitz in Oklahoma City, die große Schieferöllagerstätten in der Bakken-Formation North Dakotas und Montanas besitzt. Darüber hinaus ist sie auch in South Dakota und Wyoming tätig. Im zurückliegenden Quartal rutschte der Konzern tief in die Verlustzone (-239 Millionen Dollar).

Nvidia:

Beim Chipspezialisten halten die Zukäufe des Director Stephen Neal weiter an. Seit Ende September hat Neal 948 Aktien bei Kursen zwischen 494,15 und 500,95 Dollar gekauft. Insgesamt legte der Firmeninsider für die Zukäufe 473.615 Dollar auf den Tisch.

Zuletzt machte Nvidia auch immer stärker durch seine Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz auf sich aufmerksam. Gerade wurde bekannt, dass der Chiphersteller den britischen Pharmakonzern Glaxosmithkline mit Künstlicher Intelligenz bei der Entdeckung neuer Wirk- und Impfstoffe helfen wird. Nvidia-Systeme sollen dabei helfen, riesige Datenmengen zu durchforsten.

Die Chips des US-Konzerns wurden primär für Computerspiele entwickelt, werden aber unter Wissenschaftlern zunehmend beliebt. So wurden die Prozessoren schon beim Auswerten von Röntgenbildern verwendet und zum Durchsuchen von Billionen chemischer Substanzen auf der Suche nach einem Corona-Mittel. Glaxo will nun vor allem Ausschau nach Hinweisen halten, die einen Zusammenhang zwischen Krankheiten und Genen belegen könnten.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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