Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertransaktionen der Woche: Wo die Firmeninsider jetzt wirklich ihr Geld investieren (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

AT&T:

Auffällige Aktienkäufe können Sie momentan bei dem US-Telekommunikationsriesen AT&T beobachten. Gleich sieben verschiedene Firmeninsider griffen in den letzten Tagen bei der Aktie zu. Insgesamt kauften die Direktoren 257.269 Papiere bei Kursen zwischen 30,25 und 31,19 Dollar. In der Summe investierten die Insider über 7,87 Millionen Dollar in den Konzern. Vor den Käufen notierte die Aktie auf dem tiefsten Niveau seit 2011.

AT&T hatte lange Zeit eine Monopolstellung in den USA und Kanada. Daher war die Firma auch lange die größte Telefongesellschaft der Welt und der weltgrößte Kabelfernsehbetreiber. Nach dem Kursrückgang (-17% seit Jahresbeginn) liegt der Börsenwert momentan bei 196 Milliarden Dollar. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte die Firma bei einem Umsatz von 160,54 Milliarden Dollar einen Jahresgewinn in Höhe von 29,45 Milliarden Dollar.

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AT&T gehört übrigens zu den Dividendenaristokraten. Das heißt, dass der Konzern seit mehr als 25 Jahren jedes Jahr die Dividende erhöht hat. Momentan liegt die Quartalsdividende bei 0,5 Dollar. Auf das Jahr hochgerechnet erhalten die Anleger eine Ausschüttung von 2 Dollar je Aktie, womit sich eine Dividendenrendite von 6,25% ergibt.

General Electric:

Wenig überzeugend war zuletzt auch die Kursentwicklung des riesigen Industriekonglomerats General Electric. Seit Ende 2016 rauschte der Aktienkurs um 60% in den Keller. Das ermäßigte Preisniveau nutzte jetzt ein Insider für einen signifikanten Aktienkauf aus. Der Direktor Lawrence Culp kaufte 191.000 Papiere zum Kurs von 13,04 Dollar. Insgesamt legte Culp für das Aktienpaket 2,49 Millionen Dollar auf den Tisch. Damit stockte der Insider seine Aktienposition um immerhin 112% auf. Nach dem Kauf hat Culp 360.800 Aktien im Bestand.

Der Industriekonzern versucht seit Jahren wieder auf den Wachstumspfad zu kommen. Zuletzt lag der Jahresumsatz bei 120,46 Milliarden Dollar. Unter dem Strich musste General Electric dabei sogar einen Verlust in Höhe von 5,78 Milliarden Dollar ausweisen. Für Sie zum Vergleich: Vor 10 Jahren erzielte GE bei einem Jahresumsatz von 172 Milliarden Dollar noch einen Gewinn von 22,2 Milliarden Dollar.

Salesforce:

Gegenläufige Transaktionen finden Sie zur Zeit bei dem Cloud-Spezialisten Salesforce. Während zahlreiche Firmeninsider sich zuletzt von Aktienpaketen trennten erwarb ein Direktor 6.000 Papiere bei einem Kurs zwischen 146,01 und 146,49 Dollar. Während andere große Technologiewerte letzte Woche litten, erreichten die Salesforce-Aktien vor wenigen Tagen noch ein neues 52-Wochen-Hoch.

Die Geschäftsentwicklung in den letzten Jahren verlief beeindruckend rasant. Seit 2004 explodierten die Umsätze regelrecht von 96 Millionen Dollar auf zuletzt 10,48 Milliarden Dollar. Allerdings erreichte der Konzern im vergangenen Jahr nur knapp die Gewinnzone und erzielte eine Marge von 1,22%.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.