Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Festplattenhersteller, Duftspezialist und Weltmarktführer für Bodenbeläge. Das sind die Top-Trades der Woche. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Seagate Technology:

Seit Anfang März tritt die Aktie des ältesten und größten unabhängigen Festplattenherstellers Seagate Technologies auf der Stelle. Jetzt hat sich mit ValueAct Holdings ein renommierter aktivistischer Investor bei dem Konzern eingekauft. In den letzten Tagen erwarb ValueAct 945.000 Aktien zu Preisen zwischen 52,63 und 52,94 Dollar. Für die Position musste der Investor insgesamt 49,92 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Der Einstieg kam unmittelbar nach der Vorlage der Quartalszahlen, die besser als vom Markt erwartet ausfielen. Zugleich gab der Finanzvorstand gerade seinen Rücktritt bekannt.

Zuletzt erwirtschaftete Seagate bei einem Jahresumsatz von 11,18 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 1,14 Milliarden Dollar. Das entsprach einer Gewinnmarge von 10,57% und war das höchste Niveau der vergangenen drei Jahre.

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International Flavors & Fragrances:

Über den weltweit führenden Aroma- und Duftspezialisten hatten wir an dieser Stelle bereits einige Male geschrieben. Der US-Konzern fällt weiter durch eine hohe Aktivität der Insider auf. Der Großaktionär Winder Investment aus Singapur stockt seinen Anteil nochmals auf. Alleine seit Anfang August erwarb der Großanleger 377.500 Aktien bei Kursen um die 132 Dollar. Somit investierte Winder Investment die satte Summe von 50,15 Millionen Dollar.

Sie müssen wissen. Seit März hat Winder Investment seine Position von 10,470 auf 15,155 Millionen Aktien ausgebaut. Damit hält der Großinvestor jetzt über 19% aller Aktien.

Mohawk Industries:

Optimistisch zeigt sich auch der Director Filip Balcaen bei dem Spezialisten für Bodenbeläge Mohawk Industries. Er stockte sein Aktienpaket um weitere 25.000 Aktien zum Kurs von 183,45 Dollar auf und investiert damit abermals 4,58 Millionen Dollar. Das ist der dritte Kauf eines Aktienpakets in dieser Größenordnung in den vergangenen beiden Wochen. Seit April hat der holländische Milliardär seine Position mehr als verdoppelt.

Die drei letzten großen Käufe folgten direkt nach den Quartalszahlen, die unter den Analystenschätzungen lagen und die für eine Korrektur der Aktie von gut 20% sorgten. Unter dem Strich verdiente Mohawk im zweiten Quartal 3,51 Dollar je Aktie. Erwarteten waren hingegen 3,88 Dollar je Anteilsschein. Dabei hatten höhere Input Kosten, gestiegene Transportkosten wie auch ungünstige Währungsrelationen für Gegenwind gesorgt.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.