Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Firmeninsider nutzen schwache Kursentwicklung beim Pharmagiganten Eli Lily und bringen sich mit massiven Aktienkäufen in Stellung (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

JPMorgan Chase & Co.:

Nach einer starken Performance der Aktie (+30% seit Jahresbeginn) der größten US-Bank legte der Director Mellody Hobson nach und erwarb 16.000 Aktien. Bei einem Kaufkurs von 124,65 Dollar kostete ihn der Zukauf immerhin knapp 2 Millionen Dollar. Mit der Transaktion erhöhte Hobson seinen Aktienbestand um 17% auf nunmehr 109.555 Papiere.

Unter den Finanzinstituten stach JPMorgan zuletzt mit guten Ergebnissen hervor und hat die Wettbewerber wie Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo in den Schatten gestellt. Die Bank meldete Erträge von 29,3 Milliarden Dollar – ein neuer Rekord. Der Nettogewinn stieg um 8% auf 9,1 Milliarden Dollar. Vor allem das Handelsgeschäft und das Investmentbanking waren bei JPMorgan stark, mit einem Plus von 14%. Der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Devisen und Rohstoffen stieg um 25% und konnte damit eine Schwäche im Aktienhandel wettmachen. Beim weltweiten Investmentbanking bleibt die Bank Spitzenreiter.

Eli Lilly and Company:  

Mit der Aktie des Pharmagiganten Eli Lilly hatten Anleger in diesem Jahr wenig Freude. Seit dem Jahresstart notieren die Papiere weiterhin leicht in der Verlustzone (-2,36%). Das Kursniveau ruft aber jetzt gleich mehrere Firmeninsider auf den Plan, die mit kumulierten Aktienkäufen in Erscheinung treten. In den vergangenen Tagen kauften fünf verschiedene Insider insgesamt 13.405 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 107,49 und 108,84 Dollar je Anteilschein belief sich das investierte Volumen auf 1,45 Millionen Dollar.

Eli Lilly and Company zählt mit einem Jahresumsatz von 24 Milliarden Dollar zu den größten Pharmakonzernen weltweit. Das US-Unternehmen beschäftigt 42.000 Mitarbeiter und produziert seine Medikamente in 13 Ländern. Die breite Produktpalette des bereits 1876 gegründeten Konzerns aus Indianapolis umfasst u.a. Antidepressiva, Insulin, Krebs-Medikamente, Potenzmittel und Blutdrucksenker.

Thor Industries:

Die Aktie des Campingfahrzeugspezialisten Thor Industries schoss allein im letzten Monat um 38% in die Höhe. Trotz des rasanten Kursanstiegs hat der Vorstand Robert Martin zuletzt seinen Aktienbestand weiter ausgebaut. Martin erwarb 10.000 Aktien bei einem Kurs von 58,82 Dollar (588.200 Dollar Gegenwert). Nach seinen Zukäufen hält der Firmeninsider 220.175 Aktien des Konzerns.

Thor Industries ist ein amerikanischer Hersteller von Freizeitfahrzeugen (RVs). Das Unternehmen verkauft Zug- und motorisierte Wohnmobile über seine Tochtergesellschaften Marken wie Airstream, Heartland RV, Jayco, Livin Lite RV und andere. Im letzten Jahr erwarb der Konzern zudem in einer milliardenschweren Transaktion auch den deutschen Wohnmobilbauer Hymer.

Mit den letzten Quartalszahlen konnte Thor Industries die Erwartungen schlagen und zugleich seine Anleger mit neuen Finanzzielen beeindrucken. Bis 2025 will Thor einen Jahresumsatz von 14 Milliarden Dollar, eine Bruttomarge von 16% und einen Cash Flow von 3 Milliarden Dollar erreichen. Für Sie zum Vergleich: In 2018 kam Thor lediglich auf Umsatz in Höhe von 7,86 Milliarden Dollar.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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