Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: FedEx-Manager greifen nach Gewinnwarnung beim Logistikriesen zu und setzen auf Aktien-Comeback (Foto: Christopher Halloran / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Trinity Industries:

Das positive Insidersentiment bei dem Industriekonzern Trinity Industries hält unverändert an. Seit Ende Oktober hat der Director Brandon Boze 1,65 Millionen Aktien gekauft. Bei einem Kurs zwischen 19,73 und 20,46 Doller je Aktie musste Boze für seine Transaktionen immerhin knapp 33 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Mit dem Zukauf erhöht der Firmeninsider seine Position um 7,3% auf nunmehr 24,21 Millionen Aktien.

Trinity Industries ist ein amerikanischer Industriekonzern mit Sitz in Dallas. Die Gesellschaft produziert Güterwaggons, Gastanks, Leitplanken und Masten für Windkraftanlagen. Mit 34.295 produzierten Güterwagen besitzt Trinity einen Marktanteil von 41 % in Nordamerika. Seit der Übernahme von Big River Industries stellt Trinity außerdem Baumaterial und Zuschlagstoff für Beton her.

Der Konzern erzielte im dritten Quartal 2019 einen Umsatz von 813,6 Millionen Dollar, verglichen mit einem Umsatz von 606,9 Millionen Dollar im gleichen Quartal 2018. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 34%. Unterdessen kletterte der Nettogewinn auf 49 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum: 27,9 Millionen Dollar).

Kinder Morgan:

Nach einer Kaufpause hat der Gründer und Chairman Richard Kinder seine Transaktionen wieder aufgenommen. Innerhalb der letzten Woche hat der Firmeninsider 600.000 Aktien bei einem Kurs von 20,01 bis 20,17 Dollar eingesammelt. Das entspricht einem Gegenwert von 12,05 Millionen Dollar. Auch wenn die Käufe immens hoch erscheinen, im Vergleich zu seinem Gesamtbestand von mittlerweile 242,47 Millionen Aktien sind die Zukäufe überschaubar.

Kinder Morgan betreibt 135.000 km Erdgas- und Erdöl-Pipelines und etwa 180 Tanklager in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen wurde von Richard Kinder gegründet und entstand 1997 als Spin-off von Enrons Pipelinegeschäft. Zu Kinder Morgan gehören die Tochterunternehmen Kinder Morgan Energy Partners, Kinder Morgan Management und El Paso Pipeline Partners. Kinder Morgan ist außerdem der führende Lieferant von Kohlendioxid für die tertiäre Ölgewinnung in Nordamerika.

Bei einem Jahresumsatz von 14,14 Milliarden Dollar erzielte der Konzern zuletzt einen Gewinn in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar.

FedEx:

Auch bei dem Logistikriesen FedEx gab es zuletzt deutliche Aktienkäufe von Unternehmensinsidern. Zwei Direktoren schlugen bei Kursen zwischen 145 und 156 Dollar zu und legten sich 6.750 Aktien ins Depot. Die Transaktionen beliefen sich insgesamt auf 1,79 Millionen Dollar.

Die FedEx Corporation ist ein US-amerikanischer Konzern, der weltweit als eines der größten Frachtunternehmen gilt. FedEx transportiert jeden Tag zeitgebundene Sendungen in über 220 Länder und Regionen der Erde.

Nach einem unerwartet schwachen Quartal senkte der Konzern im September seine Ziele für das Gesamtjahr. Der Umsatz stagnierte bei rund 17 Milliarden Dollar. Die Erwartungen wurden damit klar verfehlt. Die Geschäfte leiden weiter unter der sich abschwächenden Weltwirtschaft, die von zunehmenden Handelskonflikten und politischen Unsicherheiten belastet wird. Beim bereinigten Gewinn je Aktie stellt FedEx nun nur noch 11 bis 13 Dollar in Aussicht – erheblich weniger als bislang von den Analysten erwartet wurde.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.