Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Kasino-Gigant MGM Resorts International gerät ins Visier von Aktivist Keith Master. Die ehemals rechte Hand von Carl Icahn fährt Aktienposition weiter hoch. (Foto: 8th creator / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

MGM:

Bei dem Hotel- und Spielkasinobetreiber MGM Resorts International konnten Sie zuletzt einen signifikanten Insiderkauf beobachten. Der Director und Hedgefondsmanager Keith Master erwarb 79.000 Aktien zu 29,43 Dollar je Anteil. Damit belief sich der Transaktionswert auf 2,32 Millionen Dollar. Nach der Transaktion hält der 20,64 Millionen Aktien und damit 3,97% aller ausstehenden Firmenanteile.

Keith Master ist in der Hedgefondsbranche übrigens kein Unbekannter. Mit seiner Firma Corvex Capital verwaltet er über 2,5 Milliarden Dollar an Anlegergeldern. Bevor er seinen eigenen Hedgefonds im Jahr 2011 gegründet hat, war er als die rechte Hand von Carl Icahn bekannt. Dort verfeinerte Meister seine Anlagestrategie und fokussierte sich auf eine aggressive Anlagepolitik. In der Regel versucht Meister bei seinen Anlagen auch in die Unternehmensstrategie einzugreifen und das Management auf wertsteigernde Maßnahmen zu trimmen.

MGM Resorts International besitzt und betreibt über seine Tochtergesellschaften integrierte Casino-, Hotel- und Unterhaltungsresorts in den Vereinigten Staaten und Macau. Im letzten Quartal erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 3,31 Milliarden Dollar (+9,4% zum Vorjahr) einen Gewinn je Aktie von 31 Cent (+29,1% zum Vorjahr).

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Assured Guaranty:

Bei dem Spezialversicherer Assured Guaranty hält das positive Insidersentiment an. Seit Anfang November hat der Chief Investment Officer Andrew Feldstein weitere 46.649 Aktien bei Kursen zwischen 46,94 und 48,25 Dollar eingesammelt (Gegenwert: 2,25 Millionen Dollar). Seit seinen ersten Käufen Anfang Oktober hat Feldstein inzwischen 292.479 Aktien aufgekauft.

Assured Guaranty bietet über seine Tochtergesellschaften Kreditschutzprodukte für öffentliche Finanzen, Infrastruktur und strukturierte Finanzierungsmärkte in den Vereinigten Staaten und international an. Das Unternehmen bietet eine finanzielle Garantieversicherung an, die die Inhaber von Schuldtiteln und anderen finanziellen Verpflichtungen vor Ausfällen bei planmäßigen Zahlungen schützt.

Dabei besticht der Konzern durch eine beeindruckend hohe Gewinnspanne. Seit 2012 schwankte die Gewinnspanne zwischen 43 und 62%. Zuletzt erzielte Assured Guaranty einen Jahresumsatz von 1 Mrd. Dollar und einen Nettogewinn in Höhe von 521 Millionen Dollar.

McDonald’s Corporation:

Seit Anfang August bröckelte der Aktienkurs des Burgerriesen McDonald’s von 220 auf 190 Dollar ab. Dieses ermäßigte Kursniveau nutzten jetzt gleich zwei Firmeninsider und legten sich 3.880 Aktien ins Depot. Bei einem Kaufkurs zwischen 193,46 und 193,81 Dollar je Anteilschein hatten die Zukäufe einen Gegenwert von 751.528 Dollar. Einer der Käufer war der neue Vorstand Chris Kempczinski, der erst kürzlich sein Amt angetreten hat. Er ersetzt den ehemaligen CEO Steve Easterbrook, der wegen einer unangemessenen Affäre die Firma vorzeitig verlassen musste.

McDonald’s ist ein US-amerikanischer Betreiber und Franchisegeber von weltweit vertretenen Schnellrestaurants und der umsatzstärkste Fast-Food-Konzern der Welt. Zuletzt konnte das Unternehmen mit seinen Quartalszahlen aber nicht überzeugen. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 2,11 Dollar, nach 2,05 Dollar im Vorjahresquartal. Erwartet wurden 2,21 Dollar. Die Erlöse stiegen in den letzten 12 Monaten von 5,37 Milliarden Dollar auf 5,43 Milliarden Dollar, aber verfehlten den Konsens von 5,49 Milliarden Dollar.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.