Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Energiekonzern, Kosmetikspezialist und Satelitenbetreiber auf der Einkaufsliste (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Kinder Morgan:

Bei dem US-amerikanischen Energiespezialisten konnten Sie kürzlich massive Insiderkäufe beobachten. So hat der Vorstandsvorsitzende Richard Kinder 500.000 Aktien des Unternehmens zu einem Kurs von 17,55 Dollar erworben. Dafür legte der Firmeninsider immerhin 8,77 Millionen Dollar auf den Tisch. Allerdings müssen Sie wissen, dass der Trade trotz der enormen Größe im Vergleich zu Kinders bestehender Position nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Denn der Vorstand und Gründer des Konzerns hielt vor der Transaktion bereits knapp 230 Millionen Aktien. Richard Kinders Gesamtvermögen liegt Schätzungen zufolge bei über 7,2 Milliarden Dollar.

Kinder Morgan betreibt 135.000 km Erdgas- und Erdöl-Pipelines und etwa 180 Tanklager in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen wurde von Richard Kinder gegründet und entstand 1997 als Spin-Off von Enrons Pipelinegeschäft. Zu Kinder Morgan gehören die Tochterunternehmen Kinder Morgan Energy Partners, Kinder Morgan Management und El Paso Pipeline Partners. Kinder Morgan ist außerdem der führende Lieferant von Kohlendioxid für die tertiäre Ölgewinnung in Nordamerika.

Bei einem Jahresumsatz von 13,7 Milliarden Dollar erzielte der Energiekonzern im vergangenen Jahr einen Nettogewinn in Höhe von 183 Millionen Dollar.

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Revlon:

Bei dem Kosmetikkonzern Revlon ist der der Direktor Ronald Perelman weiter auf der Käuferseite unterwegs. Alleine im September kaufte Perelman 135.000 Aktien zu Preisen zwischen 20,88 und 21,50 Dollar. Für die Käufe musste der „Insider“ gut 3,3 Millionen Dollar investieren. Im August fiel der Direktor schon mit massiven Käufen auf, nachdem die Papiere im Zuge schwacher Quartalsergebnisse deutlich unter Druck gekommen waren.

Revlon ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in New York. Das Unternehmen produziert mit seinen rund 6.800 Mitarbeitern verschiedene Kosmetikartikel. Neben Makeup und Lippenstiffen sind dies beispielsweise Hautpflegeprodukte, Shampoos, Haarspray, Parfum und Lotionen.

Trotz eines Jahresumsatzes von fast 2,7 Milliarden Dollar musste der Konzern im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 183 Millionen Dollar verbuchen.

Dish Network:

Auch bei dem US-amerikanischen Fernsehsatelitenbetreiber Dish Network gibt es momentan auffällige Insidertransaktionen zu beobachten. Der Executive Vice President James Defranco hat zum zweiten Mal im September ein großes Aktienpaket gekauft. Insgesamt kaufte Defranco 10.000 Aktien im Gegenwert von knapp 350.000 Dollar. Der Insider Defranco ist einer der drei Gründer des Konzerns. Nach der Transaktion hält er 1,2 Millionen Aktien an dem Unternehmen und damit 0,54% aller Firmenanteile.

Dish Network ist ein US-amerikanischer Fernsehsatellitenbetreiber zum Empfang von Satellitenfernsehen und für den Internetzugang über Satellit. Hierfür vermarktet das Unternehmen auch entsprechende Set-Top-Boxen und Festplattenrecorder sowie tragbare Satellitenantennen.

Bei einem Umsatz von 14,39 Milliarden Dollar erzielte der Konzern zuletzt einen Jahresgewinn von 2,09 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Gewinnmarge von 14,56% und war das höchste Niveau seit 2005.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.